Kapitalmarktbeauftragter Schenz zieht positive Bilanz über 5 Jahre Österreichischer Corporate Governance Kodex

Wien (OTS) - Der Regierungsbeauftragte für den Kapitalmarkt und Vorsitzende des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance zieht anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Österreichischen Corporate Governance Kodex eine positive Bilanz.

Richard Schenz: "Der modernsten europäischen Standards entsprechende Österreichische Corporate Governance Kodex hat sich in den vergangenen fünf Jahren als wirksames Instrument zur Förderung des Anlegervertrauens bewährt und damit die phänomenale Belebung der Wiener Börse in dieser Zeit unterstützt."

Zufrieden ist Schenz auch mit der Einhaltung des Kodex durch die börsenotierten Unternehmen. Gemäß der gestern bei der Festveranstaltung zu 5 Jahre Kodex präsentierten Studie des Innsbrucker Universitätsprofessors Rudolf Steckel halten 53 von 83 untersuchten österreichischen börsenotierten Gesellschaften (das sind 63,8%) den Kodex ein. Im Prime Market der Wiener Börse haben 44 von 46 österreichischen börsenotierten Unternehmen (das sind 95,6 %) eine der Kodex-Regel 60 voll entsprechende Verpflichtungserklärung abgegeben.

Schenz: "Die bedeutendste und aussagekräftigste Zahl betreffend die Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex ist für mich die Relation zur Marktkapitalisierung. Die 53 österreichischen Unternehmen die eine Verpflichtungserklärung zum Kodex abgegeben haben, repräsentieren 97,6% der Marktkapitalisierung der Wiener Börse. Dort, wo die überwiegende Mehrheit der Anleger investiert ist, wird der Kodex daher sehr gut eingehalten."

Darüber hinaus geht Kapitalmarktbeauftragter Schenz von einem deutlichen Ansteigen der Kodex-Verpflichtungserklärungen im Hinblick auf das Inkrafttreten des Unternehmensrechtsänderungsgesetz 2008, das in Umsetzung der EU-Änderungsrichtlinie einen verpflichtenden Corporate Governance-Bericht für alle börsenotierten Unternehmen vorsehen wird, aus.

Andere in diversen Studien dargestellten Zahlen ignorieren oft das zentrale Grundprinzip der europäischen Corporate Governance Regelwerke, nämlich "Comply or Explain". Schenz: "Ich möchte daher zum wiederholten Male betonen, dass ein wesentliches Ziel des Kodex die Transparenz ist. Es verhalten sich auch jene Unternehmen kodexkonform, die zwar nicht alle Regeln einhalten, aber begründet erklären, warum eine Abweichung erfolgt."

Als die wichtigsten positiven Veränderungen, die der österreichische Kodex in den vergangenen 5 Jahren bewirkt hat, bezeichnet Schenz die Schaffung von mehr Transparenz. Auf Basis der zusätzlichen 29 Transparenzpflichten des Kodex stehen dem Anleger informativere Webseiten und Geschäftsberichte zur Verfügung. Ebenso wichtig sind für den Kapitalmarktbeauftragten die Kodexregeln für die Stärkung der Unabhängigkeit der Aufsichtsräte.

"Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde schon viel erreicht. Die Stärkung der Corporate Governance zur Förderung des Anlegervertrauens ist allerdings ein permanenter Prozess. Ich werde mich als Vorsitzender des Arbeitskreises auch weiterhin für eine moderne und effektive Selbstregulierung im Bereich der Corporate Governance einsetzen." hält Richard Schenz abschließend fest.

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