Henning Mankell finanziert ganzes SOS-Kinderdorf in Mosambik

Wien (OTS) - Der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell spendete in seiner zweiten Heimat Mosambik 1,6 Millionen Euro für den Bau eines SOS-Kinderdorfes in Chimoio. 150 Kinder werden dort ein neues Zuhause finden. Der Kindergarten und die Schule werden auch hunderten Kindern der Umgebung offen stehen.

Vergangene Woche besichtigte Mankell zwei Grundstücke für das geplante Projekt in Chimoio und besuchte zudem das SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Maputo. "Es war großartig dort. Wenn man genug Geld hat, so wie ich, ist es leicht, großzügig zu sein. Manchmal überrascht es mich, wenn andere Leute, die viel Geld haben, nichts anderes tun als sich noch eine Villa an der Riviera zu kaufen. Wie viele Villen kann ein Mensch haben?"

"Habsucht ist ein großes Problem. Man soll doch das Geld für die Menschen einsetzen, die schwach sind. Ich finde es beschämend, dass es überhaupt notwendig ist, anderen Menschen zu helfen. Aber wenn ich die Welt betrachte, wie sie heute ist, empfinde ich es als Gnade, helfen zu können", so Mankell. "Es bräuchte tausende Kinderdörfer in Mosambik. Ich habe die Möglichkeit, eines zu bauen. Und das tue ich. Ich kann nicht allen helfen. Aber das ist keine Entschuldigung dafür, niemandem zu helfen."

Im Umkreis von Chimoio in der Provinz Manica leben ca. 500.000 Menschen, die meisten davon in tiefer Armut. Einer der Gründe ist die enorme Verbreitung von HIV/AIDS. Tausende Kinder leben ohne Eltern, viele von ihnen auf der Straße. Junge Mädchen verkaufen ihre Körper am Straßenrand an die Fahrer, die vom Nachbarland Simbabwe kommen oder auf dem Weg dorthin sind.

"Ich habe vor vielen Jahren in Chimoio gearbeitet. Es war eine der am schwersten vom Bürgerkrieg betroffenen Provinzen. Heute ist es der starke Zuzug aus Simbabwe, der das soziale und wirtschaftliche Gefüge überlastet. Es ist eine Provinz ohne Meerzugang, das heißt, keine touristischen Attraktionen und wenig Entwicklungspotential. Es freut mich besonders, Kindern in dieser Region helfen zu können", meint Mankell.

Und abschließend: "Ich werde das Dorf regelmäßig besuchen und schauen, wie es den Kindern geht und welche Fortschritte sie machen. Ich möchte zeigen, dass jeder etwas verändern kann."

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