Weinzinger: Verbesserungen für Opfer von Menschenhandel gefordert

Grüne: Österreich hat beim Opferschutz noch klaren Aufholbedarf

Wien (OTS) - "Es ist sicher kein Zufall, dass es in Österreich
noch zu keiner einzigen Verurteilung nach Paragraph 104a des Strafgesetzbuches, der den Tatbestand des Menschenhandels regelt, gekommen ist", so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Das Hauptproblem liege darin, dass die Opfer von Menschenhandel von den Behörden viel zu selten auch als solche identifiziert werden. "Schulungen zum Thema Menschenhandel für die Exekutive und die Justiz sind dringend gefordert. Es muss auch sichergestellt werden, dass alle Opfer den Schutz erhalten, den sie benötigen. Bei polizeilichen und gerichtlichen Einvernahmen sollten speziell geschulte DolmetscherInnen und PsychologInnen zum Einsatz kommen", fordert Weinzinger.

Die Opfer von Menschenhandel müssen ein Recht auf Aufenthalt und die Möglichkeit zur eigenen Existenzsicherung bekommen, wenn eine Rückkehr in ihr Herkunftsland aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist. "Die restriktive Einwanderungspolitik in Österreich begünstigt diese schwere Menschenrechtsverletzung. Wenn sich die Opfer - meist Frauen - wehren, werden sie abgeschoben. Die Opfer des Menschenhandels laufen in Österreich viel eher Gefahr kriminalisiert zu werden, als die Menschenhändler", so Brigid Weinzinger.

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