Rotes Kreuz: Armut bedeutet verschmutztes Trinkwasser

Für rund 1,1 Milliarden Menschen ist sauberes Wasser purer Luxus

Wien (Rotes Kreuz) - Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut macht das Österreichische Rote Kreuz auf die existenzielle Bedeutung von sauberem Trinkwasser aufmerksam. "In Osttimor bedeutet Armut verschmutztes Trinkwasser. Der Zugang zu sauberem Wasser ist rund der Hälfte der Bevölkerung verwährt", erklärt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe beim Österreichischen Roten Kreuz. "Die Folgen sind Cholera und Durchfallerkrankungen, also wasserbezogene Krankheiten, die Jahr für Jahr tausende Kinder töten." Seit drei Jahren arbeitet das Österreichische Rote Kreuz in Osttimor, dem ärmsten Land Asiens, an der Errichtung von Wassersystemen und damit verbundenen sanitären Maßnahmen wie Latrinen. "Mit parallel dazu abgehaltenen Hygienetrainings, die die Menschen hinsichtlich des Umgangs mit sauberem Trinkwasser sowie der Wartung der neu errichteten Wassersysteme schulen, verbessern wir nicht nur den Gesundheitsstandard der Bevölkerung, sondern die Lebenssituation insgesamt", erklärt Santner den Zugang des Roten Kreuzes.

Szenenwechsel von Südostasien in den Sudan: glühende Hitze im größten Land Afrikas. Staub, Dürre und Armut. Das Österreichische Rote Kreuz baut in der Provinz Kordofan Brunnen. Kordofan gehört zu den heißesten und trockensten Gebieten des ohnehin wasserarmen Landes. Auf glühendem Sandboden waren Frauen und Kinder täglich bis zu sechs Stunden zur nächstgelegenen Wasserstelle unterwegs. "Seit wir Brunnen haben, kann ich in die Schule gehen", erzählt ein kleines Mädchen den Mitarbeitern des Österreichischen Roten Kreuzes vor Ort. Ein glückliches Ende, auf das die Menschen im Westen des Sudan, in der Provinz Darfur, noch warten: periodisch wiederkehrende Dürren äußern sich in Wüstenbildung, Bauern und Nomaden kämpfen um Weideland. Zu viele Menschen leben aktuell in einer zu kargen Region. Der Streit um Wasser ist einer der Gründe für den gnadenlosen Bürgerkrieg, der bisher 200.000 Todesopfer gefordert hat.

"Wasser ist die Basis jedes Lebens", begründet Santner diesen Schwerpunkt in der internationalen Hilfe des Österreichischen Roten Kreuzes und schließt an, dass "Armut kein Hindernis am Zugang dieses lebensnotwendigen Gutes sein dürfe".

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