S8: LH Prölls "road to nowhere"

Wien (OTS) - Als Wahlkampfgag klassifizieren die
Umweltorganisation VIRUS und die S8-kritische Bürgerinitiative Marchfeld die Ankündigung von Landeshauptmann Pröll die "Marchfeldschnellstrasse" vorfinanzieren zu wollen. Nachdem das Vorhaben in die ebenfalls veschobene S1 einmünden soll, sei eine vorzeitige Verkehrsfreigabe kaum realistisch. "Die S8 ist äußerst umstritten, also werden wohl bei der Dauer der Genehmigungsverfahren, die bisherigen Rekorde purzeln", so Sprecher Wolfgang Rehm

"Eine road to nowhere also eine Autobahn, die mangels Einbindung nirgends hinführt, kann man auch nur mehr in Niederösterreich als Erfolg verkaufen" kritisiert Rehm süffisant. "Im Wahlkampf ist offensichtlich wieder die Zeit des routinemäßigen Jubelns und des gegenseitigen auf die Schulter Klopfens ausgebrochen". Im Falle der S8 sei diese Taktik auch bitter nötig. "Das Land Niederösterreich und die regionalen Mandatare mussten schon mehrfach nach großspurigen Ankündigungen, die sich regelmäßig als voreilig erwiesen haben die Hose herunterlassen", so Rehm. Um die enststandenen Blößen zu kaschieren und das Fußvolk ruhigzustellen bleibe dann regelmäßig nur mehr die Flucht nach vorn.

Wo bleibt der öffentliche Verkehr?

Kritik der Umweltschützer kommt an der Prioritätensetzung des Landesverkehrsreferenten. "Die Marchegger Ostbahn ist im Vergleich zur S8 unumstritten, ein Baubeginn Ende 2009 scheint bei zügiger Verfahrensabwicklung möglich", so Rehm. Eine Vorfinanzierung wurde vom Land seit 2005 immer wieder abgelehnt. "Anstatt den öffentlichen Verkehr zu bevorzugen, wird jetzt für die zehnmal so teure Autobahn die Spendierhosen angezogen und soll diese noch vor der Bahn gereiht werden, das ist gerade in Zeiten des Klimawandels sicher die falsche Priorität", erklärt Rehm abschließend

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Wolfgang Rehm
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