BM Hahn initiiert österreichweiten Forschungsdialog

"Reife Volkswirtschaft muss auf Wissenschaft und Forschung setzen"

Wien (OTS) - Beim heutigen gemeinsamen Start des österreichweiten Forschungsdialogs mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer rief Wissenschaftsminister Johannes Hahn alle an Forschung interessierten auf, sich an diesem Dialog zu beteiligen. Hahn bei der Eröffnung:
"Wir müssen die Begabungspotenziale die in Österreich vorhanden sind heben, daher ist es mein Anliegen, die Humanressourcen als Schwerpunkt in den Forschungsdialog einzubringen. Zum Glück beginnen wir nicht bei der Stunde Null. Österreich ist als Forschungs- und Arbeitsstandort schon attraktiv. Viele Nachwuchstalente kommen auch aus dem Ausland wieder zurück, weil sie in Österreich ideale Bedingungen vorfinden. Der Brain-Drain geht also nicht nur in eine Richtung. Darauf baut der Dialog auf. Allerdings muss Österreich von der Initiator- zur Innovatorrolle finden", erklärte Hahn, für den der Weg des Forschungsdialogs genauso wertvoll ist wie das Ergebnis in einem Jahr.

Die Erhöhung der Forschungsquote auf 3 % des BIP sei ein wichtiges Ziel. Dabei gehe es aber nicht darum, dieses mit Müh und Not zu erreichen, sondern um die Nachhaltigkeit dieses Effekts, um an die Spitze der europäischen Wissensgesellschaften aufschließen zu können, erklärte Hahn weiter. "Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Grundlagenforschung zu legen, welche die Basis für Forschung und Entwicklung eines Landes legt."

"Es hat keinen Sinn, ständig an großen Volkswirtschaften wie China oder den USA Maß zu nehmen, die ganz andere Rahmenbedingungen schaffen können. Viel wichtiger ist, dass es Österreich als kleiner Volkswirtschaft gelingt, Schwerpunkte zu setzen. Dazu brauchen wir eine nationale Anstrengung, einen groß angelegten Diskussionsprozess, an dessen Ende ein breiter Konsens stehen muss. "Es nützt nichts", so der Wissenschaftsminister, "wenn wir uns Überschriften vorsagen. Inhalte zu definieren, ist die große Herausforderung". Als interessante vergleichbare Modellländer führte Hahn Irland und Norwegen an.

Forschung einer breiten Öffentlichkeit vertraut machen
"Die Leidenschaft für die Forschung beginnt nicht mit dem Maturazeugnis in der Hand", so Hahn weiter. Vielmehr müssten schon in der Schule die notwendigen Strukturen und Inhalte geschaffen werden, damit in Zukunft mehr Jugendliche in der Forschung tätig sein wollen, sei es im universitären Bereich oder in der praktischen Anwendung in der Wirtschaft. Dabei geht es nicht allein um die Gruppe der 12 bis 14jährigen Jugendlichen. Neben Aktivitäten in Kindergarten und Volksschule ist es wichtig, dass die Ausbildung der 14 bis 18jährigen Schüler/innen auf hohem Niveau gehalten werden kann, damit sich Jugendliche künftig auch wieder mehr für Berufe in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen entscheiden, aber auch der Wirtschaft und der Medizin", forderte Hahn abschließend.

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