Gusenbauer eröffnet "Österreichischen Forschungsdialog": Aufschluss Österreichs zur Forschungs-Weltspitze "alternativenlos"

Wien (SK) - Ziel der heimischen Forschungspolitik ist, dass Österreich zur technologischen Weltspitze aufschließt. "Diese Strategie ist alternativenlos", sagte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bei der Eröffnung der Auftaktveranstaltung zum "österreichischen Forschungsdialog" am Dienstag in Wien. Gelinge dies nicht, zahle Österreich einen "sehr hohen Preis", denn zu schwache Innovation könne in Ländern wie Österreich nicht dauerhaft durch eine Senkung der Löhne oder der Kaufkraft kompensiert werden, so Gusenbauer. Die heimische Forschungsstrategie sei jedenfalls auf einem guten Weg:
Österreich sei eines der wenigen EU-Länder, für die die Erreichung des Barcelona-Ziels - drei Prozent des BIP für Forschung -realistisch seien", so der Kanzler. ****

In den letzten Jahren sei Österreich bei seinen Forschungsausgaben in einem "Aufholprozess" und liege derzeit bei 2,54 Prozent des BIP, was über dem EU-Schnitt sei. Nächstes Ziel sei, zu den höchstentwickelten wissensbasierten Gesellschaften zu gehören. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung habe die Öffentliche Hand, wobei die Erhöhung der Ausgaben allein noch keine Steigerung des Wohlstands garantiere. Entscheidend sei die Effizienz, wo Österreich nur eine durchschnittliche Position habe. Gusenbauer betonte dazu auch die Evaluierung der gesamten heimischen Forschungsförderung durch das Infrastrukturministerium unter Minister Faymann.

Auch die internationale Einbindung der heimischen Forschung sei entscheidend, so der Kanzler weiter. Deshalb bewerbe sich Österreich auch um den Verwaltungssitz des European Institute für Technology. Gusenbauer verwies weiters auf den Zusammenhang zwischen Forschung und Bildung. Ziel müsse sein, sämtliche sozialen und geschlechterspezifischen Barrieren abzubauen; dabei gelte es vor allem, den Anteil der weiblichen ForscherInnen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu steigern. Um junge Forscherinnen und Forscher verstärkt nach Österreich zu holen, wurde gerade die Zuwanderung für ForscherInnen erleichtert; auch die Änderungen im Dienstrecht werden dazu einen Beitrag leisten, ist Gusenbauer überzeugt.

Neben der Öffentlichen Hand habe natürlich auch der Unternehmenssektor eine zentrale Rolle bei der Forschung. Gusenbauer verwies dazu u.a. auf den Innovationsscheck für Klein- und Mittelunternehmen, den es ab Oktober geben wird, und die Förderung der Entwicklung erneuerbarer Energien im Rahmen des Klimafonds. Forschungsförderung reiche freilich allein nicht aus, um die Unternehmen zu mehr Forschung zu motivieren; hier gehe es auch um Marktchancen. In diesem Zusammenhang verwies Gusenbauer auf den "Innovationsgipfel" der Bundesregierung am 27. November. "Besonders rohstoffarme, exportorientierte reiche Länder können ihr Niveau nur so lange halten, wie sie in der Lage sind, innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die andere Länder noch nicht herstellen, aber sehr wohl benötigen", unterstrich der Bundeskanzler. (Schluss) ah

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