Offensive in der Erwachsenenbildung

"Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung" fordert höhere Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen / Heute Enquete in Wien

Wien (OTS) - Länder wie Schweden oder Dänemark schneiden nicht nur bei der PISA-Studie gut ab, auch im Bereich der Weiterbildung sind sie führend. Österreich liegt zwar im EU-Vergleich im gehobenen Mittelfeld, müsse aber in Zukunft zu den Top-Ländern aufschließen, fordert die neu gegründete "Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung" (PbEB). Beispielsweise soll der sogenannte LLL-Strukturindikator (er gibt an, wie viele 25- bis 64-Jährige im vergangenen Monat eine Aus- und Weiterbildungsmaßnahme besucht haben) von derzeit knapp 14% bis 2010 auf 20% erhöht werden.

Weiterbildung als Standortfaktor wird heute im Rahmen einer Enquete der PbEB diskutiert. "Wir können Wachstum und Beschäftigung in Österreich langfristig nur sichern, wenn wir der Weiterbildung volle Aufmerksamkeit schenken. Dazu sind optimale Rahmenbedingungen notwendig", so PbEB-Sprecher Dr. Michael Walter. "Weiterbildung kann vor allem mit direkten Zuschüssen forciert werden, beispielsweise durch Bildungsgeld oder Bildungsschecks", erklärt Mag. Manfred Hämmerle, Managing Director des IIR Österreich. "Außerdem ist es wichtig, den Unternehmen steuerliche Anreize zu geben und die Förderstrukturen der Bundesländer zu vereinheitlichen", ergänzt Mag. Wilhelm Stejskal, Mitglied der Geschäftsführung beim ÖPWZ. IHS-Bildungsforscher Dr. Lorenz Lassnigg bedauert, dass Weiterbildung in der politischen Diskussion wesentlich weniger Raum eingeräumt werde als der Erstausbildung, und betont den Stellenwert der Fortbildung als Standortfaktor.

Die berufliche Weiterbildung ist in Österreich mit über 500 Mio. Euro Umsatz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die umsatzstärksten Weiterbildungsbereiche in Österreich sind EDV (22% des Marktvolumens), Persönlichkeit (19%), Betriebswirtschaft (18%) und Management (14%), gefolgt von branchenspezifischen Angeboten (10%), Sprachtraining (10%) und Technik (7%). Dabei ist derzeit ein Trend zu länger dauernden Lehrgängen zu beobachten. Die Umsätze pro Kursteilnehmer steigen tendenziell an.

Die "Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung" ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führenden Anbieter berufs-und wirtschaftsbezogener Aus- und Weiterbildung. Zu den Mitgliedern zählen die WU Executive Academy, das WIFI, das ÖPWZ, das Österreichische Controller Institut, das IIR, die Donau-Universität Krems, die Berater, die bit-Gruppe, Berlitz, ARS sowie die Akademie der Wirtschaftstreuhänder. Gemeinsam repräsentieren diese Unternehmen rund 40% des marktrelevanten Volumens der berufsbezogenen Erwachsenenbildung in Österreich.

Fotos zur Enquete ab 11.30 Uhr unter www.christandl.com/PbEB

Rückfragen & Kontakt:

Kontaktbüro der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung,
c/o ic2 consulting GmbH, Dr. Matthias Strolz
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Tel.: +43 1 585 38 96-12, Fax: -90, Email: strolz@ic2.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ADI0002