"Tiroler Tageszeitung" Kommentar: "Dinkhausers Ultimatum" (Von MARIO ZENHÄUSERN)

Noch fehlt es Fritz Dinkhauser an Inhalten und an Namen. Genau daran aber wird er gemessen werden.

Innsbruck (OTS) - Fritz Dinkhauser hat es wieder einmal geschafft. Seine Ankündigung, nur dann auf eine Kandidatur verzichten zu wollen, wenn Herwig van Staa selbst nicht mehr kandidiert, setzt die ÖVP gehörig unter Druck. Auch wenn das niemand zugeben will. Offiziell nämlich steht die Parteispitze geschlossen hinter dem Landeshauptmann: Herwig van Staa ist unser Spitzenkandidat, lautet das Credo. Hinter vorgehaltener Hand ist aber da und dort durchzuhören, dass Dinkhausers Vorschlag der Partei durchaus helfen könnte. Diese Zweifler will der streitbare AK-Präsident mit seinen Angriffen auf seine Seite ziehen. Und er hat sich diesmal die Latte selbst sehr hoch gelegt.

Bisher konnte er locker und unbeschwert über eine mögliche Kandidatur schwadronieren und damit all jene beeindrucken, die sich vor dem AK-Chef und dessen Wortgewalt fürchten. Jetzt aber hat sich Fritz Dinkhauser endgültig festgelegt: Tritt Herwig van Staa an, muss auch er "aussi aus de Staud‘n" und sich der Wahl stellen. Sonst droht er das Gesicht zu verlieren. Aber, und das wissen auch Dinkhauser und seine Strategen, eine "g‘mähte Wiese" wie bei den Arbeiterkammer-Wahlen ist das nicht. Das zeigte erst vor einem Monat eine "market"-Umfrage im Auftrag der TT: Während Dinkhauser in seinen Werten stagnierte bzw. sogar abfiel, legte Herwig van Staa zum Teil zu. Deutlich sogar.

Noch jedenfalls fehlt es dem Herausforderer van Staas an vielem. Vor allem an Inhalten und Namen. Genau daran aber wird Fritz Dinkhauser, der sich mit seiner Liste als ÖVP-Erneuerer präsentieren möchte, gemessen werden.

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