Neue Mittelschule: Niederwieser - "Modellversuche brauchen eigene rechtliche Basis mit neuem Schulpartnerbeteiligungsmodell"

SPÖ klar für Bestandsgarantie und Einbeziehung der Schulpartner

Wien (SK) - Hinsichtlich der Modellversuche in Richtung einer
Neuen Mittelschule (NMS) bedürfe es einer "eigenen rechtlichen Basis mit einem neuen Schulpartnerschaftsmodell", das etwa in Anlehnung an Bürgerbeteiligungsverfahren gestaltet sein solle, so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Sonntag in Reaktion auf die heutigen Aussagen von Minister Hahn in der ORF-"Pressestunde". Die SPÖ bekenne sich zu einer Einbindung der betroffenen Schulpartner und plädiere für Rechtssicherheit und Bestandsgarantie bei der NMS. Bezüglich der Neuen Mittelschule stehe man weiterhin in Verhandlungen, so Niederwieser, der sich erfreut darüber zeigte, dass sich diese Verhandlungen konstruktiv gestalten. ****

Bei der Umsetzung der Modellversuche brauche es jedenfalls eine "eigenständige rechtliche Basis", bekräftigte Niederwieser. Und es sollen nach den Vorstellungen der SPÖ auch jene Eltern einbezogen werden, deren Kinder direkt betroffen sind, ergänzte Niederwieser.

Soziale Selektion durch zu frühe Trennung ist Problem aller größeren Städte

Niederwieser machte auch klar, dass die soziale Selektion der SchülerInnen durch eine zu frühe Trennung - anders als Minister Hahn glaube - nicht nur ein Problem Wiens, sondern aller Großstädte ist. Es ist überdies wohl auch der ÖVP bekannt, dass es zahlreiche Belge gibt, die gegen diese frühe Trennung sprechen, so Niederwieser mit Blick etwa auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse. Er glaube weiters, sich entsinnen zu können, dass sich die Wiener ÖVP schon in der Vergangenheit kritisch zu einer zu frühen Selektion geäußert habe: "Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Minister Hahn hier plötzlich zwanzig Jahre hinter Busek zurückfällt". Grundsätzlich begrüßte der SPÖ-Bildungssprecher die klimatische Verbesserung in Bildungsfragen. Denn "dann werden auch die ideologischen Fronten schneller in sich zusammenbrechen, so dass wir die ÖVP einladen können, mit der SPÖ konstruktive Schritte in eine bessere Zukunft für unsere Kinder zu gehen". (Schluss) mb

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