Missethon besorgt über Unabhängigkeit des ORF

Unabhängigkeit des Unternehmens von Verhalten des Generaldirektors abhängig

Wien, 14. Oktober 2007 (ÖVP-PD) „Besorgt über die Unabhängigkeit des ORF“ zeigt sich heute ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon anlässlich des Bekanntwerdens einer Teilnahme von ORF-Generaldirektor Wrabetz an einer SPÖ-Veranstaltung. „Ich will eine Erklärung dafür, wie das zusammenpasst. Wie passt die Unabhängigkeit des Unternehmens ORF damit zusammen, dass der Generaldirektor bei einer deklarierten Parteiveranstaltung applaudiert und ein Referat hält?“ so Missethon.

„Für die Unabhängigkeit des Unternehmens ORF ist maßgeblich auch das Verhalten des Generaldirektors persönlich abhängig. Noch dazu wo es bei dieser Veranstaltung um die Gesamtschule ging, die immerhin seit einem halben Jahr einer der großen Diskussionspunkte zwischen den Regierungsparteien ist. Wenn Herr Generaldirektor Wrabetz bei einer SPÖ-Veranstaltung für SPÖ-Gesamtschulekonzepte Applaus spendet, erwarte ich mir eine Erklärung“, so Missethon.

Ich erwarte auch gespannt die Reaktion der Plattform SOS-ORF, die
ja in der Vergangenheit gerade Vorfälle wie diese scharf kritisiert hat. In einer OTS-Meldung vom 30. Juni 2006 erklärte SOS-ORF: „Der ORF müsse ein demokratisches Selbstverständigungsorgan sein. Diese Möglichkeit werde vom ORF nicht ausgeschöpft. Wer … applaudiert, wenn der Regierungschef etwas zum Besten gibt, der stelle Unabhängigkeit nicht einmal dar.“

In einer APA-Aussendung vom 16. Mai 2006 hieß es: „Die Redakteure der Zeit im Bild stellen unmissverständlich klar, dass sie den Auftritt von Mitgliedern der ORF-Geschäftsführung bei parteipolitischen Veranstaltungen - egal welcher Fraktion -kategorisch ablehnen und für ihre Arbeit als hinderlich und kontraproduktiv erachten."

Aus der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle hieß es am 15. Mai 2006: "Das ist ein selten unverblümt dargestelltes Bekenntnis der Führung des öffentlich rechtlichen Rundfunks für die Unterstützung einer Partei."

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