9. Österreichischer Journalistinnenkongress

Wien, 12. Oktober 2007 (ÖVP-PD) „Der beste Weg zur Gleichberechtigung führt über die Schalthebel der Macht“, betont Dr. Traudl Brandstaller in ihrem Eröffnungsvortrag beim 9.Österreichischen Journalistinnenkongress im Haus der Industrie. Ihre These unterstreicht die langjährige ORF-Moderatorin und Buchautorin („Die neue Macht der Frauen“) mit einem Beispiel aus unserem Nachbarland Deutschland. Angela Merkel, zuerst von den Medien als „Graue Maus“ bezeichnet, gilt mittlerweile als Vorbild und role-model. Die deutsche Kanzlerin steht für einen „Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert“, wie sie selbst sagt. „Angela Merkel hat das Bild der Politik eindeutig verändert“, ist sich Brandstaller sicher und verweist auf weitere Beispiele: Auch in Frankreich und den USA sorgen Politikerinnen für einen Vormarsch der Frauen – Segolèn Royal und Hillary Clinton seien als Beispiele genannt.****

Eine weitere Rednerin, die amerikanische Journalistin Dr. Melinda Crane, die seit Jahren in Deutschland lebt, weist anhand einer neuen US-Studie auf den rasanten Vormarsch der Frauen in
allen Bereichen hin. Dass es trotzdem noch ein weiter Weg bis zur wirklichen Gleichberechtigung ist, zeigt die vor Ort gemachte Erhebung mittels dem aus der „Millionenshow“ bekannten Voting-Tool unter den anwesenden über 300 Journalistinnen und Medienfrauen.

Der Erfolg dieses Kongresses, der auf Initiative von Bundesministerin a.D. Abg.z.NR Maria Rauch-Kallat seit zehn Jahren ein Fixpunkt für Frauen in dieser Berufssparte geworden ist, zeigen auch die überquellenden Workshops zu den Themen: „Frauen in Regionalmedien“, „Reifeprüfung – Chancen für Frauen in jedem Alter“, „Best Practice – Tipps für die Karriereleiter“, „Gehaltsspirale und Finanztipps“ und „PR und Grauzonen“.

So betonte Maria Rauch-Kallat in ihrer Begrüßungsansprache auch, dass männliche Journalisten nach wie vor am liebsten wieder nur Männer zitieren und erwähnte in diesem Zusammenhang, die zu den Medientagen jüngst erschienene Trend-Bestseller-Sondernummer. Unter dem Titel „Blattkritik“ wurde nachgefragt, was prominente Leser in der Rolle eines Tageszeitungsmachers anders machen würden – der Vorspann „Leser“ und „Macher“ ist korrekt, es wurden nämlich nur Männer befragt. „Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die aktive Förderung von Frauen im Medienbereich nach wie vor - auch nach zehn Jahren - wichtig ist“, betonte Rauch Kallat.

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