AK zu Molterer, Kovacs: Mindeststeuer auf Gewinne nötig

EU-weit einheitliche Steuerbemessung kann nur erster Ansatz gegen ruinösen Steuerwettlauf und für ein sozial gerechtes Steuersystem sein

Wien (OTS) - "Gut, dass in der EU die Steuerbemessung für Firmen vereinheitlicht werden soll, aber wir brauchen mehr." Maria Kubitschek, Leiterin des AK Bereichs Wirtschaft, sieht in der heutigen Ankündigung von Vizekanzler Molterer und EU-Kommissar Kovacs "nur einen ersten Ansatz gegen den ruinösen Wettlauf in der EU, wer den Unternehmen die meisten Steuergeschenke macht". Auch durch diesen Steuerwettlauf wird in Österreich die Schieflage zwischen Gewinnen und Löhnen immer größer: "Die Unternehmen zahlen von ihren Gewinnen immer weniger Steuer, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen den größten Teil der Steuerlast. Gegen diese Schieflage muss mehr geschehen. Wir brauchen ein sozial gerechtes Steuersystem", sagt Kubitschek. Dringend ist nach Auffassung der AK ein einheit-licher Mindestsatz für die Körperschaftsteuer auf die Gewinne der Unternehmen: "Seit 1995 sank in der EU der durchschnittliche Steuersatz auf Unternehmensgewinne um mehr als ein Drittel", sagt Kubitschek, "und für international tätige Unternehmen ist es ganz einfach, Gewinne dort auszuweisen, wo sie die niedrigste Steuer zahlen. Eine einheitliche Steuerbemessung ohne einheitlichen Mindestsatz könnte den Steuerwettlauf sogar verschärfen."

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