Felix Ermacora-Menschenrechtspreis 2007 an Gudrun Harrer und Franz Matscher

Erstmalig wird auch Alois Mock-Preis für soziales Engagement verliehen

Wien (ÖVP-PK) - Am Montag, 15. Oktober 2007, werden um 17.00 Uhr Univ.-Prof. Dr. Franz Matscher und Mag. Gudrun Harrer im Empfangssalon des Parlamentes mit dem Felix Ermacora-Menschenrechtspreis für ihr Engagement im Bereich der Menschenrechte ausgezeichnet. ****

Noch während seiner Jahre im diplomatischen Dienst (1953 bis 1970) folgte Univ.-Prof. DDr. Franz Matscher dem Ruf an die Universität Salzburg, wo er Professor für Zivilgerichtliches Verfahren, Internationales Recht und Rechtsvergleichung wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst folgten Jahre als Dekan der Juridischen Fakultät und als Rektor der Universität Salzburg.

Matscher war von 1977 bis 1998 Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Die Faszination des Menschenrechtsschutzes prägte Matscher entscheidend und gipfelte 1987 in der Gründung des Institutes für Menschenrechte, dessen Direktor er bis 2004 war. Seit 1. März 2001 ist der international anerkannte Menschenrechtsexperte Rechtsschutzbeauftragter im Bundesministerium für Inneres für die "erweiterte Gefahrenforschung". Sein Motto lautet "Grundrechtsschutz und polizeiliche Effizienz".

Die heurige Pressepreisträgerin ist die Journalistin und Kolumnistin Mag. Gudrun Harrer. Harrer ist Leiterin des außenpolitischen Ressorts der Tageszeitung "DER STANDARD" und Kolumnistin der "Furche". Ihr Spezialgebiet ist die arabische und islamische Welt. Außerdem ist sie Lektorin für Moderne Arabische Geschichte an der Universität Wien. Im ersten Halbjahr 2006 war Gudrun Harrer Sondergesandte für die österreichische Präsidentschaft der Europäischen Union in Bagdad. Hinzu kommen zahlreiche Publikationen, Vortrags- und Moderatorentätigkeiten, Reisen in den Nahen und Mittleren Osten. Harrer veröffentlichte unter anderem ein Buch über die Hintergründe des Irak-Kriegs (Kriegs-Gründe. Ein Versuch über den Irak-Krieg, Mandelbaum, Wien 2003).

Der Felix-Ermacora-Menschenrechtspreis wurde 2005 vom ÖVP-Parlamentsklub und der Politischen Akademie ins Leben gerufen. Die bisherigen Preisträger sind Pater Georg Sporschill, das Hospiz Österreich, Friedrich Orter und Heinz Nußbaumer.

Erstmalige Verleihung des Alois Mock-Preises für soziales Engagement

Gleichzeitig zum Felix-Ermacora-Menschenrechtspreis wird im Empfangssalon heuer erstmalig auch der vom ÖVP-Parlamentsklub und der Politischen Akademie ins Leben gerufene Alois Mock-Preis verliehen. Damit werden Institutionen geehrt, die sich durch ihr soziales Engagement auszeichnen.

Der Preis 2007 geht an das Franziskaner Hilfswerk für Mittel und Osteuropa: FRANZISKANER FÜR MITTEL- UND OSTEUROPA (FMO) - FRANZ HILF ist ein kirchliches Hilfswerk, das im Auftrag des Franziskanerordens und in Zusammenarbeit mit der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn (D) die Pastoral-, Sozial-, Caritas-, Bildungs- und Ausbildungsarbeit der Franziskanischen Familie im ehemals kommunistischen Raum Europas und Nordasiens unterstützt.

In Österreich, Tschechien, Slowenien, Albanien, Serbien, Polen, Weißrussland, Litauen und Kasachstan sind die Franziskaner in insgesamt 176 Klöstern vor Ort. Sie kennen die Gegebenheiten genau und helfen vor Ort: durch Armenausspeisung, durch die Arbeit mit Behinderten und mit bedürftigen Menschen jeden Alters, besonders aber mit den Kindern.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001