Gaßner: Postversorgung in allen Regionen sicherstellen

Schwarz-Blaue Gesetzgebung zeigt bis heute negative Auswirkungen auf Postversorgung in den ländlichen Regionen

Wien (SK) - "Der ländliche Raum wurde in den Jahren 2000 bis 2006 zusehends ausgedünnt. Betroffen davon ist neben dem Verlust der Nahversorgung, reduzierten Bahn- und Buskursen, der Zusammenlegung von Volksschulen und aufgrund eines Gesetzes der Schwarz-Blauen Regierung vor allem das lokale Filialnetz der Post", sagte der kommunalpolitische Sprecher der SPÖ, Kurt Gaßner, Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Als Auswirkung dieser für den ländlichen Raum desaströsen Schließungspolitik sollen mit Ende 2007 weitere 19 Postfilialen aufgelassen werden. Eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Bergbauernfragen "Wenn der Postfuchs nicht mehr winkt - Postversorgung auf dem Land nach der Schließungswelle" bestätige diese Befürchtung, so Gaßner. ****

Im Zeitraum 2002 bis 2005 wurden 951 oder 42 Prozent aller Postfilialen aus "Unwirtschaftlichkeit" zugesperrt. In vielen ländlichen Gemeinden bestehen keine Postfilialen mehr, was viele Bewohner dazu zwinge, viele Kilometer zu fahren, um etwa ein Paket aufzugeben, so Gaßner. Aufgezeigt werde in dieser hervorragenden Studie aber auch, dass beispielsweise nur jeder fünfte aufgelassene Standort durch einen Postpartner ersetzt wurde.

Bedauerlichweise sei die Steiermark jenes Bundesland mit der nunmehr schlechtesten Postversorgung, sagte der kommunalpolitische Sprecher der SPÖ. "Im gesamten Bezirk Knittelfeld etwa kommen auf die verbliebenen drei Poststandorte eine Fläche von 192 km2 oder rund 10.000 Einwohner. Insgesamt werde in dieser Studie darauf hingewiesen, dass am stärksten strukturschwache, periphere Regionen und Gebiete vom Rückbau betroffen sind", unterstrich Gaßner.

Nicht unerwähnt gelassen werde in der Studie die Tatsache, dass in der Universaldienstverordnung 2002 keine verbindlichen Kriterien für eine flächendeckende Ausstattung von Postfilialen je Fläche und Einwohner vorgegeben wird. In diesem Zusammenhang werde darauf aufmerksam gemacht, dass in anderen europäischen Ländern die regionale Versorgung differenzierter geregelt wird, als dies in Österreich bis dato der Fall sei, schloss Gaßner. (Schluss) gd/mp

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