Schmied: "Weg der Restitution wird entschieden fortgesetzt"

UNESCO-Konvention von 1970 soll rasch von Österreich ratifiziert werden

Wien (SK) - "Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Weg der Restitution entschieden fortgesetzt wird und mit höchster Wertschätzung und höchstem Respekt mit den jeweiligen Partnern umgegangen wird", so Kulturministerin Claudia Schmied Freitagvormittag in ihren Begrüßungsworten anlässlich eines hochkarätig besetzten Symposiums zum Thema "Rechtsfragen der Restitution von Kulturgut" im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Schmied unterstrich auch, dass es jetzt gelte, die UNESCO-Konvention von 1970 über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut möglichst rasch zu ratifizieren und die Konvention "legistisch und qualitativ umzusetzen". ****

Der verantwortungsvolle Umgang mit Kulturgütern sei ein wesentliches Element, das sowohl sehr hohe konversatorische Kompetenzen zur Voraussetzung habe, als auch "hohe rechtliche und ethische Maßstäbe voraussetzt", bekräftigte Schmied. Die Kulturministerin betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die "Rückgabe von Kunstgegenständen ein später Schritt dahingehend ist, diese Maßstäbe auch an uns selbst anzulegen". Zur UNESCO-Konvention von 1970 hielt Schmied weiters fest, dass diese "dem Handel mit geraubten Kulturgütern Schranken setzen soll und die Rückführung dieser Kulturgüter sicherstellen soll". Und die Konvention sei auch "klares Bekenntnis zur gemeinsamen universellen Verantwortung für die Erhaltung des Kultur-Erbes unserer Welt". Das heutige Symposium, an dem renommierte Historiker, Rechtsanwälte sowie Experten aus dem Denkmalschutz teilnehmen, solle auch der Beginn der Arbeiten an einer Ratifikation sein und überdies wichtige Grundlagen schaffen, die es ermöglichen, die UNESCO-Konvention rasch umzusetzen, hob Schmied hervor.

Als wichtige Aufgabe ihres Ministeriums bezeichnete Schmied die Erhaltung unseres kulturellen Erbes sowie dessen Erschließung für möglichst viele Menschen. Die Kulturministerin bedankte sich abschließend bei den Bundesmuseen und beim Bundesdenkmalamt -schließlich leisteten diese Institutionen wichtige Arbeit, die auch international hohe Anerkennung finde. (Schluss) mb

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