- 12.10.2007, 08:58:25
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"Lebensland Kärnten": Global denken - lokal handeln
LH Haider und LR Scheuch diskutierten mit 26 Experten über den Klimawandel und die Nutzung der Solarenergie
Klagenfurt (LPD) - Es war eine konstruktive Debatte anlässlich der
zweiten Expertenrunde der Initiative "Lebensland Kärnten", waren sich
LH Jörg Haider und "Lebensland Kärnten"-Vorsitzender LR Uwe Scheuch
Donnerstagabend einig. Mit den 26 eingeladenen Experten aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Landwirtschaft wurde über den
Klimawandel in Kärnten und die geplante "1000-Dächer Initiative"
diskutiert. Der Meteorologe Franz Stockinger vom Wetterdienst der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Klagenfurt hielt
dabei das Impulsreferat.
Die zunehmende Erwärmung in den letzten dreißig Jahren und die
Zunahme der Sonnenstunden in Kärnten sollen genutzt werden und die
Solarenergie und Photovoltaik, ebenso wie die Produktion von Biosprit
und Biodiesel, gefördert werden, meinten Haider und Scheuch. "Wir
wollen mit konkreten Maßnahmen, die der Umwelt und den Lebensraum
Kärnten zugute kommen, erste Schritte setzen", sagte Haider. Kärnten
habe sich mit seinem eigenen "grünen Plan" viel vorgenommen, und will
in Sachen Klimaschutz eine Modellregion werden. Unter der Devise
"Global denken - lokal handeln" werde man Lösungen präsentieren und
sie auch umsetzen.
Für Scheuch sind die Förderung der Solarenergie und Photovoltaik
erste wichtige Schritte. Mit Hilfe einer "1000-Dächer-Initiative"
will man nicht nur die Solarenergie konzentriert nützen. "Durch die
Initiative der 1000 Dächer können 560.000 Tonnen CO2 pro Jahr
eingespart werden", so Scheuch. Einsparungspotentiale gebe es aber
auch in der Landwirtschaft.
Scheuch will mit einer effizienten und offenen Energieberatung
auch das Bewusstsein der Kärntner Bevölkerung für die Solarenergie
schärfen. Das Geld dafür will er aus der Wohnbauförderung lukrieren.
Für den Wirtschaftsreferenten sichern Energieeinsparungspotentiale
langfristig Arbeitsplätze in Technologie-Betrieben und
Kleinbetrieben.
Dass die Zeichen für die Sonnenenergie und Photovoltaik günstig
stehen, belegen auch die Zahlen von Stockinger. Es gibt in Kärnten im
Winter mehr Sonnentage, weniger Nebeltage, weniger Frosttage, mehr
Windbewegungen und weniger Wolken. Die Zahl der Sommertage in
Klagenfurt stieg von 1980 bis 2007 um 31 Prozent, die Anzahl der
Tropentage um 440 Prozent. Die Anzahl der Frosttage von 1980 bis 2006
nahm um 22 Prozent ab, die Zahl der Eistage um 24 Prozent. Die
Nebeltage nahmen zwischen 1950 und 2006 um 25 Prozent ab. Deutlich
angestiegen sind auch die Sonnenstunden in Klagenfurt von 1950 bis
2006. Im Frühling um plus drei Prozent, im Sommer um zehn Prozent, im
Herbst um 14 Prozent und im Winter um 50 Prozent.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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