"Aktion saubere Stadt": Die Mistkübel-Verstärkung ist da

Umweltstadträtin Sima: "Keine Ausreden mehr!" - 1.000 neue Mistkübel für Wien - Alle 15.000 MA 48-Mistkübel im neuen Design

Wien (OTS) - Jetzt ist die Verstärkung da: 1.000 zusätzliche Mistkübel montieren die MitarbeiterInnen der MA 48 im Rahmen der von Umweltstadträtin Ulli Sima initiierten "Aktion saubere Stadt" in den kommenden Wochen in ganz Wien. Alle neuen Mistkübel sind nicht nur mit Aschenrohren für Zigarettenstummel ausgerüstet sondern präsentieren sich auch im neuen Design: Eine in orange gehaltene Schärpe mit der Nummer des Misttelefons (01/546 48) und eine ebenfalls in orange gehaltene deutliche Kennzeichnung rund um die Einwurfsöffnung - die so genannte "Lippe" - sorgen für ein auffälliges Erscheinungsbild. "Mit dem neuen Design werden die Mistkübel deutlich sichtbarer. Die bisher ausschließlich silber-farbigen Kübel gingen im Stadtbild weitgehend unter", erklärte Umweltstadträtin Ulli Sima heute, Mittwoch, bei der Präsentation der neuen Kübel auf den Stufen der Hauptbücherei in Wien-Neubau: "Mit den 1.000 neuen Mistkübeln und dem neuen Design für alle MA 48-Mistkübel erweitert die Stadt Wien ihr schon bisher sehr attraktives Angebot in Sachen Sauberkeit noch einmal. Bei über 15.000 Mistkübeln gibt es jetzt keine Ausreden mehr: Ein Mistkübel ist immer in der Nähe!"

Die Standorte für die neuen Mistkübel legte die MA 48 in enger Abstimmung mit den Wiener Bezirken fest. Bis Ende November 2007 werden nicht nur alle neuen Mistkübel montiert sein, sondern alle 15.000 von der MA 48 betreuten Mistkübel präsentieren sich dann im neuen Design - mit reflektierender Schärpe und Lippe.****

"Tschick" ins Aschenrohr

Die neuen Mistkübel sind alle mit Aschenrohren für Zigarettenstummel ausgestattet, auch die schon vorhandenen Mistkübel rüstet die MA 48 sukzessive mit Aschenrohren aus. Richtig eingeworfene Zigarettenstummel kommen mit dem restlichen Abfall nicht in Berührung, durch die Konstruktion ist jede Brandgefahr - bei richtigem Verwendung - ausgeschlossen. Mit der Umrüstung der Wiener Mistkübel soll dem Wegwerfen von Tschickstummeln, einem der häufigsten Littering-Phänomene, entgegen gewirkt werden. Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag der MA 48 hat ergeben, dass in Wien knapp 868 Millionen Zigarettenstummel pro Jahr mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300 Tonnen auf dem Boden landen. "Das Beste wäre natürlich, ganz mit dem Rauchen aufzuhören", so Umweltstadträtin Sima, "wenn das nicht geht, sollte zumindest mit dem Wegwerfen Schluss sein."

5 Millionen Euro für "Aktion saubere Stadt"

Die neuen Mistkübel und das neue Mistkübel-Design sind nur zwei Punkte aus dem umfassenden Maßnahmenkatalaog, durch den Wien im Rahmen der "Aktion saubere Stadt" noch sauberer werden soll. Insgesamt investiert die Stadt zusätzlich 5 Millionen Euro für die Erhaltung und den weiteren Ausbau des hohen Sauberkeitsniveaus in Wien. Weitere Teilbereiche umfassen etwa:

o Mehr Personal für die Straßenreinigung: Das Personal der Straßenreinigung bei der MA 48 wird um 200 MitarbeiterInnen aufgestockt. Das entspricht einer Steigerung um 20 Prozent.

o Mehr Hundesackerlautomaten: Das Angebot an Gratis- Hundesackerlspendern hat sich auf Initiative von Umweltstadträtin Ulli Sima in Wien in den vergangenen Jahren massiv gesteigert. Standen 2004 erst 25 Dispenser zur Verfügung stieg die Zahl von 312 (Ende 2005) auf 575 (Ende 2006). Bis Ende Oktober steht Wiens HundehalterInnen der Inhalt von insgesamt 1.450 Dispensern zur Verfügung - und das gratis!

o Eine aus rund 30 Fachkräften bestehende schnelle und mobile Eingreiftruppe der MA 48, die "Kehrforce", kümmert sich rasch um allfällige Missstände. Im "Normalbetrieb" wird die "Kehrforce" bei Schwerpunkt-Aktionen in jedem der 23 Wiener Bezirke aktiv. Neben den herkömmlichen Aufgaben der Straßenreinigung kümmert sich der mobile Einsatztrupp der MA 48 auch um mehr Sauberkeit bei den Altstoffsammelinseln oder den Abtransport von "herrenlosen" Einkaufswagerln.

o Die Problemstoffsammelstellen (PROSAs) kommen näher zu den Wienerinnen und Wienern: Mit 53 PROSAS, davon 19 auf den Wiener Mistplätzen, weist Wien ein sehr dichtes Netz für diese Art von Abfällen auf. Dennoch gibt es auch hier, insbesondere bei den Sammelcontainern abseits der Mistplätze und Märkte, Verbesserungs- potenzial. Im Rahmen der "Aktion saubere Stadt" startete die MA 48 in den Bezirken Alsergrund und Donaustadt e einen Pilot-Versuch, mit dem die PROSAs näher zu den WienerInnen kommen sollen. Dabei kommt eine mobile Sammelinsel per LKW zum Einsatz, die an verschiedenen Standorten im Bezirk hält. Für die Bevölkerung heißt das mehr Service und Bequemlichkeit, denn die Wegzeiten zur PROSA werden kürzer.

o Weiters werden 150 neue Unterflur-Papierkörbe angeschafft, die an Orten mit hoher Publikumsfrequenz zum Einsatz kommen. Mit einem Fassungsvermögen von jeweils 600 Litern - 10 Mal mehr als ein herkömmlicher Papierkorb - bieten sie ausreichend Platz für Abfälle.

o Mit dem kürzlich im Wiener Landtag beschlossenen Wiener Reinhaltegesetz wurde die Grundlage für die "WasteWatcher" geschaffen: Diese Organe öffentlicher Aufsicht werden ab Februar 2008 die Sauberkeit im öffentlichen Raum kontrollieren. Bei Verstößen, insbesondere beim illegalen Abstellen von Sperrmüll, "vergessenen" Einkaufswagerln oder dem Liegenlassen von Hundekot können sie Abmahnungen aussprechen, Organmandate bis zu einer Höhe von 36 Euro verhängen oder - bei schweren Verstößen - auch Anzeige erstatten.

(Schluss) wög

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