Einstieg der BayernLB bei Hypo Group Alpe Adria bringt Chancen für Bayern und Kärnten

LH Haider und LR Martinz bei Hypo-Closing in München - Win-Win-Situation für beide Landesbanken und beide Länder

München/Klagenfurt (LPD) - Heute, Dienstag, hat die Bayrische Landesbank BayernLB 50 Prozent plus eine Aktie der Hypo Group Alpe Adria erworben. Damit wurde das so genannte Closing vollzogen. Bei einer Pressekonferenz in München wurde am Nachmittag betont, dass die notwendigen Zustimmungen der zuständigen Bankaufsichts- und Kartellbehörden sowie der EU-Kommission rasch erteilt wurden. Die Vertreter der BayernLB und der Hypo sprachen von einer Win-Win-Situation für beide Banken sowie für die Länder Bayern und Kärnten.

Der Kaufpreis der Transaktion betrug 1,625 Mrd. Euro, Geld, das bereits auf den Österreichischen Konten eingelangt ist. Das Hypo-Headquarter bleibt bekanntlich in Klagenfurt, die Bank wird auch weiterhin eigenständig unter ihrem Namen agieren. BayernLB-Vorstandsvorsitzender Werner Schmidt strich auch hervor, dass es zu keinerlei Stellenabbau kommen werde, da es bei der Hypo und der BayernLB "null Überschneidungen" gebe. Bei erfolgreicher Marktentwicklung sieht er sogar die Chance eines Arbeitsplatzwachstums gegeben.

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider strich die Freundschaft zwischen Kärnten und den Bayern hervor, die beim Aufbau einer guten, soliden Zusammenarbeit geholfen habe. Er skizzierte die Entwicklung des Alpen-Adria-Raumes, der ein "Türöffner" in den kommunistischen Teil Europas gewesen sei. In diesem Alpen-Adria-Raum mache man nun ein neues Kapitel auf. Die Hypo habe sich von einer kleinen, öffentlich-rechtlichen Bank zu einer echten Erfolgsbank entwickelt, weil sie auf die Wachstumspotentiale im Süden und Südosten gesetzt habe. Da die landeseigene Bank über wenig Eigenkapital verfügte, habe man zuerst einen Börsegang geplant, um den weiteren Wachstumsprozess zu unterstützen. Anstatt des Börseganges gehen jetzt die Hypo und die BayernLB "Schulter an Schulter", sagte Haider. Diese Partnerschaft habe auch "gutes Geld" für Kärnten gebracht. Davon solle auch die Bevölkerung profitieren, da ja die Bank allen Kärntnerinnen und Kärntnern gehöre.

Landesrat Josef Martinz sprach in München als Aufsichtsratsvorsitzender der Kärntner Landesholding. Er sprach von einem turbulenten Jahr mit vielen Hindernissen und Steinen, die in den Weg gelegt wurden. Jetzt hätten aber auch die letzten Zweifler erkannt, dass der Schritt richtig gewesen ist. Auch der frühere Finanzminister Ferdinand Lacina habe gesagt, dass Kärnten im richtigen Moment richtig gehandelt habe. Martinz sieht auch große Chancen einer politischen und wirtschaftlichen Kooperation zwischen Kärnten und Bayern. Für die Landesholding und das Land hofft er auf stark steigende Dividenden und steigende Mitarbeiterzahlen.

Vorstandsvorsitzender Schmidt sagte, dass die Kunden der BayernLB von der Produktkompetenz der Hypo profitieren werden. Nun sei die BayernLB-Gruppe als einzige deutsche Bank flächendeckend in Ost- und Südosteuropa vertreten. Laut Schmidt ergänzen sich auch die Netzwerke der beiden Banken ideal. Auch bei den Aktivitäten in Südosteuropa gebe es keine Überschneidungen und man decke jetzt gemeinsam den ganzen Raum ab. Schmidt sagte, dass man gemeinsam zur führenden Netzwerkbank in Süd- und Südosteuropa aufsteigen könne.

Hypo-Vorstandsvorsitzender Tilo Berlin strich vor allem hervor, dass die Hypo-Mitarbeiter die neue Partnerschaft von Anfang an mitgetragen hätten und sich auch nicht hätten irritieren lassen. Er führte aus, dass sich die Mitarbeiter beider Banken bereits kennen gelernt hätten. Man sei auf der Vertrauens- und auf der fachlichen Ebene sehr weit gekommen. Die Zusammenarbeit zwischen Hypo und BayernLB sieht er als Turbo oder Hebel in den Märkten Südosteuropas. Die Lösung der Partnerschaft sei perfekt gewesen. Für die Hypo breche eine neue Ära an. "Warum soll eine kraftvolle, multinationale Bank nicht aus Klagenfurt kommen", meinte Berlin. GRAWE-Vorsitzender Othmar Ederer sieht in den Bayern ebenfalls den idealen Partner. "Wir haben auch ein immens stimmiges Konzept", sagte er.

Besonderen Dank gab es von allen Verantwortlichen für den scheidenden Hypo-Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Kulterer. Wie Schmidt betonte, habe Kulterer aus einer kleinen Bankanstalt einen großen Konzern mit über 6.900 Mitarbeitern gemacht. Berlin sprach von Kulterers Vision, mit der Bank über Kärntens Grenzen hinaus nach Süden zu expandieren. Auch Haider, Martinz und Ederer würdigten Kulterers Verdienste um den Aufbau der Hypo. Martinz dankte Kulterer insbesondere dafür, die Bank bis zum Schluss mitgetragen zu haben.

Im Rahmen des Hypo-Closings trafen Haider und Martinz auch mit dem bayrischen Finanzminister Kurt Faltlhauser zusammen. Dieser wird auch in den Aufsichtsrat der Hypo einziehen.
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