ÖGB-Schneider: Bilanzgewinn durch Einmaleffekte erzielt

Abfindung der ÖGB-PensionistInnen ermöglichte dem ÖGB zu bilanzieren

Wien (ÖGB) - Dem Bilanzgewinn von 61,87 Millionen Euro steht Abzug aller Einmaleffekte ein operativer Verlust von 19,48 Millionen Euro entgegen. "Dank des Entgegenkommens der ÖGB-PensionistInnen konnten wir die Bilanz erstellen. Wir dürfen aber die Augen nicht vor dem operativen Verlust von mehr als 19 Millionen Euro verschließen", erläutert der Leitende Sekretär des ÖGB für Finanzen, Clemens Schneider, in ein Pressekonferenz nach dem ÖGB-Bundesvorstand in Wien. Die Bilanz wurde einstimmig beschlossen.++++

Mit mehr als 60 Millionen Euro Gewinn schaut die ÖGB-Bilanz 2006 sehr gut aus. Tatsächlich wurde aber ein operativer Verlust von mehr als 19 Millionen Euro eingefahren. Nur durch Einmaleffekte wie die Abfindung der Zusatzpensionen der ÖGB-PensionistInnen sowie durch den Verkauf der ehemaligen ÖGB-Zentrale und der Anteile an der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) konnte der Bilanzgewinn erzielt werden. Erfreulich ist die Entwicklung des Eigenkapitals. Dieses stieg von rund 59 Millionen Euro (bei eine Bilanzsumme von ca. 400 Millionen Euro entspricht das einer Eigenkapitalquote von ca.14 Prozent) auf 124,61 Millionen Euro (31 Prozent Eigenkapitalquote).

Die Reduktion des Personalaufwandes im Jahre 2005 von 111 Millionen Euro auf ca. 40 Millionen Euro im Jahre 2006 ist einzig und allein auf den positiven Effekt der Pensionsrückstellungs-Auflösung zurückzuführen. Der Aufwand für Löhne und Gehälter betrug im Jahre 2005 62,7 Millionen Euro und stieg trotz Personalrückgangs durch ‚natürlichen’ Abgang auf 63,8 Millionen Euro. Leicht zurückgegangen sind die Erlöse aus den Mitgliedsbeiträgen. Waren es 2005 genau 192,89 Millionen Euro sind sie 2006 auf 190,22 Millionen Euro zurückgegangen.

Als äußerst positiv sieht Schneider die Entwicklung der Eventualverbindlichkeiten. Diese betrugen im Jahre 2006 immerhin rund 1,9 Milliarden Euro. Durch den Verkauf der Bawag werden sie im Jahre 2007 nahezu null sein, so Schneider. Die ÖGB-Finanzen entwickeln sich in die richtige Richtung, sagt Schneider. Der ÖGB-Finanzchef:
"Trotzdem müssen wir weiter eisern sparen und die Kosten senken. Nur so kommen wir unserem Ziel näher den ÖGB noch schlagkräftiger zu machen und nur soviel auszugeben, wie wir als Mitgliedsbeiträge einnehmen."(ff)

ÖGB, 9. Oktober 2007 Nr. 605

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