Pröll: klima:aktiv muss treibende Kraft beim Klimaschutz sein

Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums zieht Bilanz über drei erfolgreiche Jahre

Wien (OTS) - "Klimaschutz ist das zentrale Thema der
Umweltpolitik. Privathaushalte und Unternehmen setzen immer stärker auf Energiesparen. Klimaschutztechnologien boomen, bringen neue Jobs und stärken den Wirtschaftsstandort Österreich. klima:aktiv muss auch weiterhin treibende Kraft dieser positiven Entwicklung sein." Dies erklärte Umweltminister Josef Pröll gestern, Montag, bei der hochrangig besetzten Jahrestagung der Klimaschutzinitiative klima:aktiv in Wien.

klima:aktiv bewegt - das Motto der großen Klimaschutzveranstaltung im Wiener Kursalon Hübner - war gleichzeitig Programm: klima:aktiv -die Klimaschutzinitiative von Umweltminister Josef Pröll -präsentierte bei der großen Jahresveranstaltung die Highlights und Erfolge der letzten drei Jahre und die Klimaschutz-Strategien für die Zukunft. Der Top-Klimaschutzevent lockte weit über 300 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in den Stadtpark. Ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion bot klima:aktiv Partnern aus ganz Österreich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und gab einem breiten und interessierten Publikum die Gelegenheit, die vielseitige Palette der klima:aktiv Programme kennen zu lernen.

Erfolge für den Klimaschutz
klima:aktiv versteht sich als Impulsprogramm, das nachhaltig Strukturen am Markt verändert und Unternehmen, Kommunen und Länder, aber auch die einzelnen Haushalte dazu bewegt, verstärkt Maßnahmen für den Klimaschutz zu setzen. Viele Unternehmen haben bereits reagiert: Energieversorgungsunternehmen propagieren das Energiesparen, die Bauindustrie bietet klima:aktiv Häuser an, und sogar die Autosalons präsentieren Fahrzeuge mit treibstoffsparenden und klimaschonenden Antriebstechnologien. klima:aktiv hat diesen Bewusstseinsumschwung und die Marktentwicklung entscheidend mit geprägt. Die konkreten Erfolge des klima:aktiv Programms können sich sehen lassen:

  • Seit 2003 stieg die Zahl der in Österreich installierten Solarkollektoren um 90%.
  • Die Energieholzaufbringung hat um mehr als 2 Mio. Festmeter zugenommen.
  • Im Jahr 2006 stieg der Absatz von Wärmepumpen um 60%.
  • Beim Hausbau setzt sich der klima:aktiv haus Standard als Qualitätsfaktor durch: zahlreiche Kooperationspartner (Wohnbauträger ebenso wie Fertighaus- und Massivhaushersteller) bauen klima:aktiv Häuser; Banken und Finanzdienstleister bieten klima:aktiv Finanzierungsberatungen an, die Klimaschutzmaßnahmen bei Wohnbau und Sanierung besonders fördern.
  • Mehr als 15.000 Wohnungen werden nach den Maßstäben von klima:aktiv saniert.
  • Klimaschonendes Mobilitätsmanagement in rund 120 Betrieben sowie zahlreichen Städten, Gemeinden und Schulen spart mehr als 100.000 t CO2 pro Jahr ein.
  • Mehr als 1.000 Professionisten (u.a. Installateure, Baumeister, Planer, Architekten) wurden in eigenen Ausbildungen zu klima:aktiv Profis qualifiziert.
  • Rund 140 Partner aus der Wirtschaft (von Großbetrieben wie ÖBB oder OMV über Banken und Finanzdienstleister bis zu Installateurbetrieben und Rauchfangkehrern) wurden bereits zur Zusammenarbeit gewonnen.
  • Breitenwirksame Kampagnen wie "Österreich hat ein Ziel!" Kampagnen zu den Schwerpunkten Radfahren, Spritsparen sowie "Solarkampagnen" und "Heizen mit Holz und Verstand" mobilisieren die Bevölkerung für klimagerechtes Verhalten im Verkehr, beim Bauen & Sanieren sowie im Haushalt.
  • Klimaschutz ist zum bedeutenden Arbeitsplatz-Faktor geworden: Bereits heute arbeiten rund 260.000 Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energie, im energieeffizienten Bausektor und im Öffentlichen Verkehr. Tendenz steigend.

Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion
Mehrere Präsentationen und Workshops gaben bei der Veranstaltung fundierten Einblick in Erfolge und Arbeitsweise des klima:aktiv Programms. Am Abend diskutierten Umweltminister Josef Pröll, die österreichische Direktorin des IPCC-Sekretariats Renate Christ, Greenpeace International Geschäftsführer Gerd Leipold, GreenOneTec-Geschäftsführer Robert Kanduth und bauMax-Vorstand Martin Essl zur Frage "Klimaschutz - ein Befund zur klimatischen Lage der Nation" und über die notwendigen Strategien für verstärkten Klimaschutz in Wirtschaft und Politik.
Umweltminister Josef Pröll betonte, dass Österreich von seinem CO2-Reduktionsziel von minus 13 Prozent nicht abweichen werde. "Wir haben uns mit der Unterzeichnung des Kyotoprotokolls dazu verpflichtet, unsere Treibhausgasemissionen um 13 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Dieses Vorhaben ist äußerst ambitioniert, aber wir werden alles daran setzen, das Ziel zu erreichen. Wir haben mit der Klimastrategie, dem Klima- und Energiefonds und klima:aktiv wirksame Instrumente in der Hand, die wir effizient einsetzen werden. Etwa für ein 10.000 Dächer Solarprogramm, um die Energieautarkie einzelner Regionen voranzutreiben und weitere Klimaschutzmaßnahmen", so der Umweltminister.

Greenpeace International-Geschäftsführer Gerd Leipold nahm Österreich in die Pflicht: "Im Klimaschutz zählen letztlich nur die Ergebnisse. Es ist bedauerlich, dass Österreich seine Klimaschutzziele derzeit nicht erreicht. Aber ich traue dem Land zu, dass es seine frühere Vorreiterrolle in der Klimaschutzpolitik wieder zurückgewinnen kann. Schließlich hat sich die Bundesregierung vertraglich zur Erreichung konkreter Klimaschutzziele verpflichtet." Robert Kanduth, Geschäftsführer des Solarkollektorherstellers GreenOneTec, sieht nach wie vor großes Entwicklungspotenzial im Bereich erneuerbarer Energien. Von der Politik fordert er dabei konkrete Rahmenbedingungen. "Österreichische Unternehmen haben sich in den letzten Jahren in Sachen Klimaschutz vielfach sehr engagiert. Allerdings kann sich die Politik angesichts sehr ambitionierter Klimaschutzziele nicht auf das Prinzip der Freiwilligkeit alleine verlassen. Daher brauchen wir klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die klimafreundliche Technologien nicht nur fördern, sondern an der einen oder anderen Stelle zum Standard machen."

Prominente Gäste
Mehr als 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und NGOs machten die Veranstaltung zum wichtigen Treff für Akteure aus dem Klimaschutz. Gesehen wurden unter anderem: Umweltminister Josef Pröll, bauMax-Vorstand Martin Essl, Heliotherm-Geschäftsführer Andreas Bangheri, Sto-Geschäftsführer Walter Wiedenbauer, Erdgas OÖ-Geschäftsführer Klaus Dorninger, Kurt Weinberger, Geschäftsführer Hagelversicherung, Ingmar Höbarth, Geschäftsführer Klimafonds.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

Weitere Informationen:
Gabriele Möhring, klima:aktiv Dachmanagement
gabriele.moehring@energyagancy.at; Tel: 01-5861524-77; mobil: 0664-1357286

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