Marek: Positive integrative Wirkung des Sports nützen

Österreichische Sportlerinnen und Sportler mit Migrationshintergrund sind großartige Vorbilder einer gelungenen Integration

Wien, 09. Oktober 2007 (ÖVP-PD) "Sport ist ein wesentlicher Bereich für positive Integration", erklärte heute ÖVP-Integrationsbeauftragte Staatssekretärin Christine Marek im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka und Coco Akdedian von der Österreichischen Jungarbeiterbewegung. Gerade in der medialen Wahrnehmung habe Sport im Bereich Integration eine besonders starke Vorbildwirkung. Eine Reihe höchst erfolgreicher österreichischer Sportlerinnen und Sportler mit Migrationshintergrund würden dazu beitragen, dass Integration mit positiven Bildern verknüpft werde und zu einem besseren Miteinander führe, so Marek. "Sport baut Brücken zwischen den Menschen. Es gilt daher auch die integrative Wirkung des Sports zu nützen." ****

Die Staatssekretärin verwies darüber hinaus auf weitere Bereiche, in denen Integration stattfindet: Bildung und Sprache, Arbeitsmarkt und Wirtschaft, Wohnen, Gemeindewesen, Kultur und Medien. In all jenen Bereichen brauche es auch zahlreiche Maßnahmen, um Integration zu fördern als auch zu fordern. Dabei sei es besonders wichtig, sich der zweiten und dritten Generation anzunehmen. Die Sprache sei dabei der Integrationsmotor. Untersuchungen zu den sozialen Netzwerken zeigen, dass rund die Hälfte aller Jugendlichen nur ethnisch homogene Kontaktkreise habe, bei den türkischstämmigen Jugendlichen seien es rund 60 Prozent.

Grundsätzlich bezeichnete Marek Integration als "Zweibahnstraße", in der nicht nur von den Migrantinnen und Migranten die Verpflichtung zur Integration eingefordert werde, sondern auch die Mehrheitsgesellschaft dazu beitragen müsse, einen "integrationsfreundlichen" Boden zu bieten. Damit verbunden sei
auch ein konkreter Auftrag an die Politik, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich das Potential der Zugewanderten entfalten könne. "Integration fördern und fordern" -beinhalte aber auch eine Diskussion um mögliche Sanktionen bei Nichterfüllung von Pflichten.

Im Bereich Arbeitsmarkt sei es von entscheidender Bedeutung, sich besonders den jugendlichen Arbeitssuchenden mit Migrationshintergrund anzunehmen. Hierfür brauche es verstärkte Qualifizierungsangebote mit einem möglichst niederschwelligen Zugang. "Ghettoisierung" von Wohngebieten gelte es mit allen
Mitteln zu verhindern, so Marek weiter. Dazu brauche es eine "intelligente Wohnraumpolitik" etwa durch Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen von Wohnvierteln mit besonders hohem Ausländer/innenanteil.

Auch Gemeindeinitiativen könnten einen wertvollen Beitrag für Integration leisten. Dazu seien in den Gemeinden Ansprechpartner für Integrationsfragen notwendig. Außerdem brauche es die Einrichtung von Migrant/innen-Beiräten vor allem in jenen Gemeinden, die einen besonders hohen Anteil an ausländischer Bevölkerung aufweisen. "In den Gemeinden wird Integration konkret gelebt", so Marek. Lokale Sportvereine würden auch hier eine große Verantwortung tragen.

Für den Bereich Kultur und Medien sei es unerlässlich, dass Integrationsaspekte stärker - und vor allem in einem positiven, integrierenden Kontext - in der Programmplanung der Medien berücksichtigt werden. Der Sport-Bereich sei hier wiederum eine positive Möglichkeit. Darüber hinaus müsse der öffentliche Rundfunk als öffentlicher und individueller Meinungsbildner seine besondere Verantwortung wahrnehmen. Werbung und Nachrichtensendungen tragen hier eine Mitverantwortung, da Personen mit Migrationshintergrund hier eine große Identifikationswirkung haben.

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