Akuter Handlungsbedarf seitens der Gesundheitspolitik: Zum "Internationalen Tag der seelischen Gesundheit"

Wien (OTS) - Der Welttag der seelischen Gesundheit wurde 1992 ins Leben gerufen, um Öffentlichkeit und GesundheitspolitikerInnen auf die Anliegen seelisch kranker Menschen aufmerksam zu machen.

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) ist seit vielen Jahren bemüht, eine flächendeckende psychotherapeutische Behandlung auf Krankenschein zu erreichen. Derzeit müssen weit mehr als die Hälfte der Versicherten, die Psychotherapie in Anspruch nehmen, einen hohen privaten Anteil leisten, da der Kostenzuschuss der Krankenkassen lediglich Euro 21,80 beträgt.

Laut epidemiologischen Studien weisen 20 - 25 Prozent der Bevölkerung eine manifeste psychische Störung auf, wobei zumindest 2,1 Prozent der Bevölkerung (ca. 180.000 Personen) unter günstigen Bedingungen bereit wären, Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

Psychische Erkrankungen nehmen deutlich zu und sind die Hauptgründe für längeren Krankenstand. Der volkswirtschaftliche Schaden dieser Entwicklung ist enorm und übertrifft die Kosten für die erforderliche Psychotherapie um ein Vielfaches. Eine besonders krasse Unterversorgung wurde in den letzten Jahren bei Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen festgestellt.

Der ÖBVP strebt daher dringend einen Gesamtvertrag für Psychotherapie in Österreich an. Am Internationalen Tag der seelischen Gesundheit richten wir unseren Appell an die Gesundheitsministerin und an die Krankenkassen: Vergesst die psychotherapiebedürftigen BeitragszahlerInnen nicht!

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Eva Mückstein, Präsidentin Österreichischer
Bundesverband für Psychotherapie
Dr. Christa Pölzlbauer, Vizepräsidentin Österreichischer
Bundesverband für Psychotherapie
Löwengasse 3/5/6, 1030 Wien
Tel.: 01/513 17 304
E-Mail <oebvp@psychotherapie.at>

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