Grüne Wien zu Focus-Umfrage: Zufriedenheit wurde durch Kürzungen verspielt

Jerusalem: Häupl muss Ministerin klar machen, dass Ballungsraum Wien vor besonderen Herausforderungen steht

Wien (OTS) - Die Tatsache, dass laut Focus-Umfrage in Wien nur
noch 38 Prozent der Befragten mit der Volksschule und 28 Prozent mit der AHS sehr zufrieden sind, sollte Landeshauptmann Häupl zu denken geben, immerhin schneide das Nachbarland Niederösterreich um einiges besser ab, stellt die Schulsprecherin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem fest. Sie führt das Ergebnis im wesentlichen auf die Kürzungen zurück, die in Wien mit dem Finanzausgleich 2000 begonnen hätten, "damals wurde die Qualität leichtfertig verspielt", betont Jerusalem. In Wiens Pflichtschulen würden mehr als 1000 Lehrerinnen und Lehrer fehlen, das sei ein Aderlass, der nicht zu verkraften sei.

"Bürgermeister Häupl muss Ministerin Schmied klar machen, dass der Ballungsraum Wien vor besonderer Herausforderung steht", die Lage unterscheide sich von der anderer Bundesländer, streicht Jerusalem hervor. Zwar stehe das Thema Integration permanent auf der Tagesordnung, die notwendigen Investitionen in Kindergärten, Team Teaching und Förderkurse liefen aber immer nur auf Sparflamme. "Viele Eltern sind aber auch deswegen unzufrieden, weil sie nicht die richtige Schule für ihr Kind finden", hält die Schulsprecherin fest. Es werde zu Recht eine hohe Qualität von jedem Volksschulstandort erwartet, "die Volksschule ums Eck muss alle Stückln spielen", so Jerusalem, es sei indiskutabel, dass Eltern auf der Suche nach Reformpädagogik oder einem bilingualen Angebot kreuz und quer durch Wien reisen müssen.

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