Langsame Verbesserung der Eigenkapitalausstattung und Ertragslage der heimischen KMU

ABER: rd. 103.000 KMU haben kein Eigenkapitel, rd. 125.000 Unternehmen schreiben Verluste

Wien (OTS) - Im Durchschnitt wiesen die heimischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) im Bilanzjahr 2005/06 eine Eigenkapitalquote von rd. 21 % auf; zudem erreichten die Unternehmen im Durchschnitt eine Umsatzrentabilität von 2,5 % der Betriebsleistung (vor Ertragsteuern).

Dies zeigen Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU FORSCHUNG AUSTRIA von rd. 72.500 (betriebswirtschaftlich korrigierte) Jahresabschlüssen österreichischer KMU der marktorientierten Wirtschaft.

Im Vergleich zum Bilanzjahr 2002/03 hat sich die Eigenkapitalquote der KMU insgesamt - wenngleich ausgehend von einem geringen Niveau -um 2,4 %-Punkte erhöht.

Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Betriebe mit negativem Eigenkapital gesunken, was ein Zeichen dafür ist, dass überschuldete Unternehmen aus dem Markt ausscheiden. Allerdings sind noch immer rd. 103.000 österreichische KMU (d.s. rd. 37 % aller KMU) buchmäßig überschuldet, d.h., diese Unternehmen verfügen über mehr Fremdkapital als Vermögen. Differenziert nach Größenklassen zeigt sich, dass der Anteil der Betriebe mit negativem Eigenkapital mit zunehmender Unternehmensgröße sinkt.
Die Ertragslage der heimischen KMU hat sich im Vergleich zum Bilanzjahr 2002/03 ebenfalls verbessert. Im Durchschnitt kam es zu einer Steigerung der Ertragskraft um rd. einen Prozentpunkt. Der Anteil der Unternehmen, die ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften, ist im Zeitvergleich ebenfalls gestiegen und lag zuletzt bei rd. 55 %.

Dennoch erreichen rd. 125.000 österreichische KMU (d.s. 45 %) nicht den Break Even Punkt bzw. die Vollkostendeckung, sondern schreiben Verluste. Besonders betroffen sind hier die Kleinstunternehmen, die sogar mehrheitlich Verluste erzielen.

Mag. Peter Voithofer, Direktor-Stv. der KMU FORSCHUNG AUSTRIA, analysiert diese Entwicklung wie folgt: "Die Verbesserung im langfristigen Vergleich ist positiv zu werten. Allerdings stehen nach wie vor viele österreichische KMU - und hier vor allem viele Kleinstunternehmen - vor großen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen bzw. haben einen Anpassungsbedarf hinsichtlich ihrer Unternehmensstrategie."

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Mag. Peter Voithofer zur Verfügung.

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