Welternährungstag : Recht auf Nahrung

Rahmenbedingungen schaffen, damit Menschen sich selbst gesund ernähren können

Wien (OTS) - Der Welternährungstag der Vereinten Nationen am 16. Oktober 2007 steht heuer unter dem Motto "Recht auf Nahrung". Das Lebensministerium lädt aus diesem Anlass gemeinsam mit dem Außenministerium und dem Ökosozialen Forum morgen, 10. Oktober 2007, zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "...eine Welt frei von Hunger - das aufgeschobene Versprechen? Perspektiven zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung", um Fragen der Welthungerproblematik und der Hungerbekämpfung zu diskutieren. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Das Recht auf angemessene und ausreichende Nahrung ist fundamentales völkerrechtlich verbindlich festgeschriebenes Menschenrecht. Dennoch hungern weltweit über 850 Millionen Menschen, mehr als zwei Milliarden Menschen leiden an Mangelernährung. Täglich sterben - nach unterschiedlichen Schätzungen - rund 46.500 Menschen, drei Viertel davon sind Kinder unter fünf Jahren.

Beim UNO-Gipfel im Jahr 2000 wurde im Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele vereinbart, bis zum Jahr 2015 weltweit den Anteil der Personen, die an Hunger leiden, im Vergleich zum Jahr 1990 zu halbieren. Ebenso soll der Anteil jener Personen, die von weniger als einem US-Dollar am Tag leben müssen, halbiert werden.

Der diesjährige Welternährungstag unterstreicht erneut, dass Hungerbekämpfung als vorrangiges politisches Ziel auf den Entwicklungs-, wirtschafts- und sozialpolitischen Agenden stehen muss, und dass das Handeln oder Nichthandeln der Regierungen nach strengen Maßstäben zu beurteilen und entsprechende Rechenschaft von Entwicklungs- wie Industrieländern zu fordern ist. In allererster Linie geht es beim Recht auf Nahrung darum, dass Staaten Rahmenbedingungen schaffen müssen, damit Menschen sich selbst gesund ernähren können. Die Organisation von Hilfe oder Sozialsystemen für Menschen, die sich zeitlich befristet oder dauerhaft nicht selbst helfen können, ergänzt subsidiär den dominierenden Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe".

Informelle Arbeitsgruppe "Task Group ‘Right to Food’" in Österreich
Der alarmierende Negativtrend der steigenden Hungerzahlen in der Welt führte im Frühjahr 2007 zur Gründung einer Arbeitsgruppe aus Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Ministerien, Wissenschaft und Forschung. Die Aufgabe der "Task Group Right to Food" besteht darin, innerösterreichisch die Expertisen der österreichischen Expertinnen und Experten im Bereich "Recht auf Nahrung" besser zu koordinieren und zu bündeln um einen entsprechenden Informationsaustausch und notwendige innerösterreichische Koordinierungen auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, sich auf Basis eines selbst auferlegten Arbeitsprogramms faktische und rechtliche Grundlagen für potentielle künftige Entscheidungen und politische Aktivitäten im Bereich "Recht auf Nahrung" (international/national) aufzuarbeiten und als Empfehlungen den mit diesen Bereichen Befassten verfügbar zu machen.

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "...eine Welt frei von Hunger - das aufgeschobene Versprechen? Perspektiven zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung" findet am 10. Oktober 2007 von 17.30-19.30 Uhr in der Aula am Universitätscampus Wien, Hof 1, Spitalgasse 2, 1090 Wien, statt. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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