Greenpeace kündigt neue Probenahme bei Boxmark an

Raab-Schaum: Lederfabrik verweigert weiterhin Zugang zu Abwasserrohr

Wien (OTS) - Im Umweltstreitfall um die Verschmutzung der Raab kündigt die Umweltorganisation Greenpeace eine erneute Probenahme des Abwassers der Feldbacher Lederfabrik Boxmark an.

Boxmark hatte im Juli 2007 zugesichert, aus der Verwendung der Risiko-Chemikalie Naphthalin-1,5-Disulphonat schrittweise auszusteigen. "Die tatsächliche Umsetzung dieser Zusicherung wollen wir nun mit einer Abwasserkontrolle überprüfen. Doch Boxmark verweigert die Kommunikation und Kooperation mit uns. Hat die Firma noch immer etwas zu verstecken?", fragt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster.

Konkret kritisiert Greenpeace die Tatsache, dass der Probenahme- und Wartungsstutzen des Abwasserrohres immer noch nicht wieder öffentlich zugänglich gemacht wurde. Dieser wurde im Juni von Boxmark selbst zugeschweißt. Greenpeace hatte bereits am 21.September 2007 den Geschäftsführer von Boxmark, Christian Schmidt, per E-Mail ersucht, den Probenahmestutzen wieder zu öffnen. Am 3.Oktober folgte ein Fax der Umweltorganisation in dieser Angelegenheit. Doch obwohl von der Firma bestätigt wurde, dass die Schreiben dem Geschäftsführer vorgelegt wurden, hat dieser bislang keine Antwort geschickt. "Daher fordern wir den Boxmark-Geschäftsführer nun auch öffentlich auf, die Greenpeace-Probenahme zu ermöglichen und so für Transparenz zu sorgen", so Schuster.

Mittlerweile wurden die Fördergelder für die Lederfabrik Boxmark von allen Seiten zugesichert, erste Arbeiten am Boxmark-Gelände für die Verbesserung der Abwassersituation haben bereits begonnen. Auch die neue strengere Abwasseremissionsverordnung für Gerbereien, und somit strengere Abwassergrenzwerte, wurde am 2.Oktober veröffentlicht.

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