FP-Frank: SEG-Pleite hinterlässt frustrierte Käufer

Käufer von Immobilien müssen rechtlich besser vor Konkursen geschützt werden

Wien, 09-10-2007 (fpd) - Die Eigentümer der Wohnhausanlage Kirschenallee 1-3 im 22. Bezirk haben seinerzeit im guten Glauben mit der SEG (Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft m.b.h.) einen Vertrag zum Kauf eines Reihenhauses abgeschlossen. Leider ist die SEG vorzeitig in Konkurs geschlittert und zurück blieben frustrierte Käufer, so die FPÖ-Wien Gemeinderätin, LAbg. Henriette Frank.

Nicht nur, dass man lange Zeit nicht wusste, ob und wie es weitergehen soll, müssen die "Eigentümer" dieser Wohnhausanlage mehr bezahlen als ursprünglich vereinbart war und die Ausstattung ist zudem minderwertiger geworden. Obwohl die Stadt Wien mit einer zusätzlichen Objektförderung (sie reichte leider in keiner Weise aus, den Schaden, der den Käufern entstanden ist, wettzumachen) etwas geholfen hat, ist sie nun nicht mehr bereit, den Geschädigten weiterzuhelfen. Irgendwie klingt durch, dass die Betroffenen froh sein müssen, dass nicht alles Geld verloren ist und - wenngleich zu Lasten der neuen Eigentümer - sie die höheren Kosten zu tragen haben.

Hat hier (wieder einmal) das Kontrollorgan der Stadt Wien bei der Vergabe der Fördermittel versagt und nicht rechtzeitig erkannt, dass die SEG gar nicht mehr in der Lage war, Projekte wie die Fuchsröhrenstraße oder die Kirschenallee fertig zu bauen? Wie verantwortungsvoll war die Vorgehensweise, dass bereits mit dem Bau begonnen wurde, obwohl erst 6 der 36 Häuser verkauft waren? Der große Ansturm an diese Objekte ist wohl nicht festzustellen, meint Frank.

Besonders verärgert sind die sechs Parteien, dass sie einerseits höhere Kosten und schlechtere Ausstattungsmerkmale haben, während jene, die sich jetzt neu einkaufen, die Häuser zu einem billigeren Preis erstehen können, damit noch etwas Geld in die Konkursmasse fließt. Wie ist so eine Vorgehensweise mit dem Gleichheitsgrundsatz zu vereinbaren? Wieso müssen Jungfamilien, denen die Fertigstellung bis Frühjahr 2007 zugesagt wurde, jetzt länger Mieten bezahlen -durch all den Stillstand der Bauarbeiten hat sich die Fertigstellung enorm verzögert - und werden so an den Rand ihrer finanziellen Existenz getrieben?

Es ist zwingend notwendig, dass von den jeweiligen Bauträgern Bankgarantien in Höhe der von der Stadt Wien geleisteten Wohnbaufördermittel gefordert werden, um im Falle eines Ausgleichs oder Konkurs die geschädigten Bauwerber entsprechend zu entlasten, so Frank abschließend. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0003