Kinderfreunde: Kinderrechte in der Verfassung könnten Arigona helfen

Wien (SK) - "Würden die Kinderrechte im Verfassungsrang verankert sein, so wie wir Kinderfreunde das schon viele Jahre fordern, könnte der Fall Arigona auch von dieser Seite her angefochten werden", sagt Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde, zum aktuellen Fall. Und weiter: "Es ist eine Kinderrechte-Katastrophe, wenn Kinder, die in Österreich voll integriert sind, plötzlich abgeschoben werden sollen. Diese Kinder haben FreundInnen und Beziehungen zu KindergärtnerInnen, LehrerInnen und Nachbarn. Solche Abschiebungen darf es einfach nicht geben." ***

Die Kinderfreunde halten den Umgang mit den Kindern der Familie Zogaj für untragbar. "Arigona und ihre Geschwister werden überfallsartig aus ihrem Alltag in Österreich gerissen und sollen in einem Land wieder von vorne anfangen, in dem die Bedingungen sicher schwieriger sind als hier. Da muss man sich nicht wundern, wenn nicht alle widerstandslos mitmachen", meint Ackerl dazu.

"Genau deshalb fordern wir seit mittlerweile Jahrzehnten, dass die UN-Kinderrechte endlich auch in Österreich in die Bundesverfassung aufgenommen werden, um solche Härtefälle aus Sicht der Kinder auch vor Gericht bringen zu können", so Ackerl weiter.

Das Kindeswohl ist laut UN-Konvention über die Rechte des Kindes (1992 auch von Österreich ratifiziert) bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, vorrangig zu behandeln. "Arigona macht ja wohl mehr als deutlich, dass das zumindest bei ihr nicht der Fall ist", so Ackerl abschließend.

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