Kdolsky: Finanzausgleichsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen

Arbeitsgruppe erarbeitet Konzept für "Gesundheitszentren"

Wien (OTS) - In einer mehrstündigen Verhandlungsrunde mit den Gesundheitslandesräten aus allen Bundesländern sowie Vertretern des Hauptverbandes der Sozialversicherung konnten gestern, Montag, die Finanzausgleichsverhandlungen für den wichtigen Gesundheitsbereich erfolgreich abgeschlossen werden. Die 15a-Vereinbarung zur Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens ist die Weiterentwicklung der mit der Gesundheitsreform 2005 begonnenen gemeinsamen Planung und Steuerung in der Bundesgesundheitskommission bzw. den Landesgesundheitsplattformen. Auch die Fortführung des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) und dessen regionale Umsetzung konnte fixiert werden. Oberstes Prinzip dabei: "Geld folgt Leistung".

"Wichtige Punkte der erzielten Einigung sind die Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitsakte ELGA sowie die Schaffung der von Seiten der Ärztekammer lange geforderten 'Gesundheitszentren'. Diese Versorgungsform wird niedergelassenen Ärzten und Gesundheitsberufen die Möglichkeit bieten, sich in neuen Kooperationsformen zu organisieren und damit die medizinische Versorgung vor allem im ländlichen Raum verbessern", so Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Weiteres wichtiges Ziel sei eine Entlastung der Spitalsambulanzen. Um die Struktur dieser Gesundheitszentren zu erstellen werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der Bund, Länder, Sozialversicherung sowie die gesetzlichen Interessenvertretungen u.a. die Ärztekammer beteiligt sind. Diese Arbeitsgruppe solle bis 2009 konkrete Ergebnisse vorlegen.

"Durch die enge Integration der Ärztekammer in wichtige Bereiche der Gesundheitsplanung wie der Konzeption neuer Versorgungsstrukturen oder die Einbindung in die Entwicklung des Gesamtvertrages sind ein Beweis für die Dialogbereitschaft mit der Standesvertretung", so die Gesundheitsministerin. "Missverständnisse seitens der Ärztekammer konnten so ausgeräumt werden. Die angekündigten Streiks der niedergelassenen und angestellten Ärztinnen und Ärzte haben damit jede Rechtfertigung verloren - zum Wohle der österreichischen Patienten, die sich auf eine rund um die Uhr funktionierende Gesundheitsversorgung verlassen", so Kdolsky abschließend.

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