SPÖ-Klubtagung (9): Schmied will eigene Abteilung für Integration in ihrem Ministerium schaffen

Gesetzliche Regelung bei Einführung von Modellregionen "unverzichtbar"

Villach (SK) - "Erfolgreiche Bildungspolitik hängt stark von gelungener Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ab", hielt Bildungsministerin Claudia Schmied am Montag im Rahmen der SPÖ-Klubklausur fest. Sie werde daher in ihrem Ministerium eine eigene Abteilung schaffen, die sich mit dem Thema Integration befasst, kündigte Schmied an. Als zentrale Forderung, die es umzusetzen gelte, nannte die Ministerin "Chancengleichheit im Bildungsystem". ****

"Unverzichtbar" ist für Schmied auch, dass es bei der Einführung von Modellregionen für die Neue Mittelschule eine gesetzliche Regelung gibt. Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Koalitionspartner zu den Modellregionen konstruktive Gespräche geführt werden. Bis 31. Oktober müsse es einen Minsterratsbeschluss geben, um die Modellregionen einzuführen und Rechtssichherheit zu garantieren. Sehr wichtig wäre es zudem, mittelfristig die gemeinsame Ausbildung für alle im Lehrberuf Tätigen umzusetzen.

Für die Installierung des Bundesinstituts für Bildungsforschung werde es demnächst eine Regierungsvorlage geben. Dieses werde sich mit der Entwicklung von Bildungsstandards befassen. Der erste Auftrag dieser Institution werde ein nationale Bildungsbericht sein, so Schmied, die einen solchen Bericht für 2008 ankündigte.

"Wir brauchen Spitzenleistungen - und Spitzenleistungen brauchen eine breite Basis", so das Credo von Schmied. Ziel müsse es sein, dass immer mehr Menschen entlang ihrer Begabungen Beschäftigung finden, verwies Schmied auf die Verbindung von Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaftspolitik. Im Mittelpunkt der Bemühungen der Politik müssten die Kinder und Jugendlichen stehen.

Die LehrerInnen seien DIE Schlüsselkäfte im Bildungssystem, so Schmied. Ganz wesentlich sei es daher, gute Arbeitsbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen. Denn wenn es nicht gelinge, den SchülerInnen "ein Stück Geborgenheit zu vermitteln", werde Bildung scheitern, machte die Ministerin deutlich.

Ein wichtiges Element der Bildungspolitik ist für Schmied das Zusammenspiel von Bildung, Innovation und Kunst bzw. Kreativität. Dies sei auf europäischer Ebene schon zum Teil verwirklicht. Allerdings könne Europa aus dieser Verknüpfung noch "enorme Kraftquellenn erschließen".

Abschließend verwies Schmied noch auf die bisher eingeleiteten Schulreformen. Das wesentlichste Projekt, das in den ersten Monaten der SPÖ-geführten Bundesregierung umgesetzt wurde, sei die Senkung der Klassenschülerzahl. Eine ebenfalls ganz wichtige Maßnahme sei, dass es kleinere Gruppen im Fremdsprachenunterricht und beim Deutschunterricht in der neunen Schulstufe gibt. Als weitere Neuerungen nannte die Ministerin die Erhöhung der Schülerbeihilfe und 1.500 zusätzliche LehrerInnen an den Schulen. (Schluss) ps

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