VP-Praniess-Kastner: Wien braucht endlich ein umfassendes Suchtkonzept

VP-Anger-Koch: Unterstützung für Angehörige muss für alle Suchtformen erweitert werden

Wien (VP-Klub) - Die Ergebnisse des stattgefundenen Diskussionsprozesses der ÖVP Wien zum Thema neue Formen der Abhängigkeiten und Süchte von Jugendlichen präsentierten heute die Drogensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner, und die Familiensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ines Anger-Koch. "Die Herausforderungen für unsere Kinder und Jugendlichen durch neue Suchtformen sind vielfältig. Das Wiener Drogenkonzept muss daher zu einem Wiener Suchtkonzept erweitert werden, um sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch den Eltern und Angehörigen geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zu geben", betont Praniess-Kastner.

Suchtabhängigkeit betrifft viele Lebensbereiche

Die neuere Suchtforschung zeigt, dass neben den "alltäglichen" Suchtformen Nikotin, Alkohol und Drogen vermehrt andere Formen der Sucht das Leben vieler Jugendlicher beeinflussen und lebensbestimmend werden können.. Vor allem Esssucht, Kaufsucht aber auch Spiel- und Internetsucht können bereits bei Kindern und Jugendlichen beobachtet werden, so Praniess-Kastner. Im Internet sei beispielsweise jeder dritte Zugriff eine Sexseite. Die KonsumentInnen werden immer jünger.

Jugendliche nicht als Störfaktor der Gesellschaft wahrnehmen

"Die Unterstützung und Beratung der Angehörigen muss dringend für alle Suchtbereiche ausgebaut werden. Es braucht vermehrt Hilfestellungen für Familien, wenn Familienmitglieder - speziell Kinder - abhängig werden", fordert VP-Familiensprecherin Anger-Koch. Aber auch die Stärkung sowohl der Eigenkompetenz wie auch der Risikokompetenz seien unabdingbar, um Kindern und Jugendlichen geeignete Werkzeuge gegen die Sucht in die Hand zu geben. "Wichtig ist, dass die Jugend nicht als Störfaktor unserer Gesellschaft abgetan wird, sondern dass sie mit all ihren Wünschen und Problemen wahrgenommen wird, um ihr und ihren Angehörigen geeignete Unterstützung anbieten zu können", betont Anger-Koch.

Praniess-Kastner fordert Stadt Wien zum Handeln auf

"Das Wiener Drogenkonzept muss dringend aktualisiert werden. Auf neue Formen der Sucht muss auch in der Suchtprävention und Beratung reagiert werden. Die Stadt Wien ist gefordert, ein umfassendes Suchtkonzept zu erstellen", betont Praniess-Kastner abschließend.

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