Marek: Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zahlen sich für Unternehmer/innen aus

Staatssekretärin Christine Marek eröffnet Veranstaltung "Vater.Mutter.Kind.Und Unternehmen?"

Wien (OTS) - "Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft", sagte heute Staatssekretärin Christine Marek anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung "Vater.Mutter.Kind.Und Unternehmen?" der Firma respACT austria. Natürlich sei das Thema Kinderbetreuung eine der obersten Prioritäten und primär die Aufgabe des Staates, insbesondere der Länder und Gemeinden, genügend Plätze zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung nehme hier in den nächsten drei Jahren mit 20 Millionen Euro pro Jahr auch viele Mittel in die Hand, während die Länder den gleichen Betrag zuschießen.

Die Staatssekretärin wies darauf hin, dass auch im Bereich der Untenehmen viel für Mitarbeiter/innen gemacht werden könne. "Investitionen müssen sich für Unternehmen aber auch lohnen und es muss Anreize geben", so Marek. Anreize könne die Politik beispielsweise durch steuerliche Maßnahmen schaffen. "Betriebliche Unterstützungsleistungen müssen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie Betriebskindergärten von Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben befreit sein." Es müsse den Unternehmen aber auch verdeutlicht werden, dass sich Maßnahmen in ihrem Betrieb lohnen.

Bis dato würden Studien im Ausland wie die des schweizerischen Prognos Instituts zeigen, dass sich unmittelbare positive Effekte aus einer familienfreundlichen Personalpolitik ergeben. Zu diesen positiven Effekten zählen u.a. die höhere Rückkehrquote von Beschäftigten nach der Geburt eines Kindes, höhere Karrieren innerhalb des Unternehmens genauso wie ein höherer Grad an Motivation, Loyalität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden. Auch das Staatssekretariat habe derzeit eine Studie in Auftrag, die diesen Nutzen ermitteln soll. Bisherige Ergebnisse zeigen aber, dass viele - vor allem kleinere - Unternehmen Maßnahmen "mehr aus einem Gefühl heraus" eingeführt haben.

Die Staatssekretärin wies weiters darauf hin, dass sie eine Plattform plane, die interessierten Unternehmen Best-Practice Beispiele aufzeige und darlege, dass auch mit geringem Mitteleinsatz familienfreundliche Maßnahmen getroffen werden können. "Wir müssen gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen, dass Flexibilisierungsmodelle genützt und weitere betriebsinterne Maßnahmen ergriffen werden, um echte Vereinbarkeit zu gewährleisten", so Marek. Jedenfalls könne die Wirtschaft gerade in Zeiten eines Fachkräftemangels nicht mehr auf Frauen verzichten.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Marek auch die Notwendigkeit der besseren Planung des Wiedereinstiegs. Ein Gesprächsleitfaden für Unternehmen wie auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei derzeit in Ausarbeitung.

Darüber hinaus sprach sich Marek für ein Mehr an qualifizierter Teilzeit aus. "Arbeitszeitreduktion muss und darf nicht mit Reduktion der Qualität der Arbeit verbunden sein", so die Staatssekretärin. Ein Umdenken sei hier auch auf Unternehmensseite notwendig, damit Männer und Frauen auch in Führungspositionen in Teilzeit arbeiten können.

Erfreut zeigte sich die Staatssekretärin, dass auch die "Väter" im Titel der Veranstaltung vorkommen. "Die Verantwortung der Väter muss stärker betont werden", so Marek. Hier sei ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel notwendig. Alte Rollenbilder müssten aufgebrochen werden.

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