Gesundheit: WESTENTHALER: Kdolsky verstaatlicht und entmündigt Ärzte

Kdolskys Verstaatlichungsfantasien schafft unsoziales Gesundheitssystem wie in Großbritannien

Wien 2007-10-08 (OTS) - Ein klares Nein kommt von BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler zu den Verstaatlichungsfantasien von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky im Gesundheitswesen und bei den Krankenversicherungen. Die ambulante Gesundheitsversorgung soll laut einem aus dem Gesundheitsministerium stammenden Entwurf zur 15a-Vereinbarung künftig planwirtschaftlich durch Bund und Länder gelenkt werden. "Das BZÖ hat hier bereits am 24. April diesen Jahres in seinem Misstrauensantrag gegen die überforderte Ministerin vor den Verstaatlichungsplänen gewarnt. Kdoskys Verstaatlichung der Ärzte bedeutet nichts Anderes als die Vernichtung der freien Ärzteschaft und hier besonders der Fachärzte indem ihnen die wirtschaftlichen Grundlagen entzogen werden, wie auch eine Entmündigung der Ärzte durch eine massive Entmachtung der unabhängigen und anscheinend zu kritischen Ärztekammer. Das BZÖ wird hier massiven Widerstand leisten, um sicherzustellen, dass Ärzte auch weiterhin als freie Unternehmer agieren und wirtschaftlich überleben können", so Westenthaler, der auch davor warnt, dass mit den geplanten Verschlechterungen Österreichs Rolle als Land mit der weltweit besten Gesundheitsversorgung massiv gefährdet werde. "Wenn die absurden Pläne von Ministerin Kdolsky umgesetzt werden, dann übernimmt Österreich das britische Gesundheitsmodell, wo Patienten sich ihre nötige medizinische Versorgung entweder nicht mehr leisten können oder ewig warten. Das ist die wahre Zweiklassenmedizin, unsozial, menschenfeindlich und auf Kosten der Kranken", so Westenthaler.

Westenthaler kritisiert besonders die Schaffung von ambulanten Versorgungsstellen, die staatlich gestützt die niedergelassenen Ärzte konkurrenzieren, während gleichzeitig bestehenden Arztpraxen Kassenverträge entzogen werden sollen. "Der Kdolskysche Verstaatlichungsentwurf ist ein Schlag ins Gesicht der Ärzteschaft. Die Ärzte werden nun handstreichartig mit einer verstaatlichten Konkurrenzstruktur konfrontiert, welche ganz klar eine Existenzbedrohung für jeden frei praktizierenden Arzt bedeutet, egal ob Hausarzt oder niedergelassener Facharzt", so Westenthaler. "Das was für unser Gesundheitswesentatsächlich notwendig ist, geht in eine andere Richtung. Wir brauchen vor allem im ländlichen Raum eine flächendeckende Facharztversorgung, die auch mittelfristig ein Bereitschaftssystem ermöglicht. Auch der Hausarzt muss neu aufgewertet werden, als Basisvertreter der Gesundheitsvorsorge und Garant der Lebensqualität der Österreicherinnen und Österreicher", bekräftigt Westenthaler abschließend.

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