Wirtschaft begrüßt Einführung eines einheitlichen EU-Lokführerscheins

Drittes Eisenbahnpaket verabschiedet - Bollmann: EU-Lokführerschein spart Kosten, erhöht die Effizienz und den Reisekomfort

Wien (PWK742) - Rund drei Jahre harte Verhandlungen wurden mit der jüngsten Annahme des Dritten EU-Gesetzespaketes zur Bahnliberalisierung beendet. Das Gesetz regelt u. a. die Öffnung der Bahnnetze ab 2010 für den grenzüberschreitenden Passagierverkehr, die Stärkung der Fahrgastrechte und sieht einen einheitlichen EU-Lokführerschein im internationalen Personen- und Güterverkehr vor.

Besonders die Einführung eines einheitlichen EU-Lokführerscheins ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer europaweiten Öffnung des Schienenverkehrs, betont Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ. Mit dieser neuen Regelung kann künftig das Halten von Güter- und Passagierzügen an den nationalen Grenzen allein zum Zweck des Austauschs der Lokomotivführer entfallen. Die Eisenbahnunternehmen sparen durch diese Vereinheitlichung erhebliche Kosten und die Freizügigkeit von Arbeitnehmern im Eisenbahnsektor wird deutlich erhöht, so der Verkehrsexperte.

Insgesamt werden die neuen Spielregeln den Wettbewerb und die Attraktivität der Bahn weiter erhöhen. Eine einheitliche europäische Regelung der "Schienenmaut", also des Infrastrukturbenützungsentgeltes, müsse als nächstes auf europäischer Ebene geregelt werden, hebt Bollmann hervor. Denn nur so könne die nötige Kostenwahrheit zwischen den Verkehrsträgern hergestellt werden. (hp)

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