Bures begrüßt Beschluss des Rechtsanwaltskammertages über 1.000 Euro Mindestlohn

Wien (OTS) - "Das ist ein guter Schritt in Richtung Einkommensgerechtigkeit", begrüßt Frauenministerin Doris Bures den Beschluss der österreichischen Rechtsanwaltskanzleien, wonach ab Jänner 2008 keine Vollzeitbeschäftigte bzw. kein Vollzeitbeschäftigter weniger als 1.000 Euro brutto monatlichen verdienen wird.

"Nun ist die Ärztekammer an der Reihe", fordert Bures das rasche Nachziehen dieser Berufsbranche. Die Einstiegsgehälter von Beschäftigten bei ÄrztInnen beginnen bei unter 800 Euro. Rund 90 Prozent der OrdinationsgehilfInnen, ArzthelferInnen, Sprechstundenhilfen, HeilmasseurInnen oder medizinisch-technischen Fachkräfte sind Frauen.

"Personen, die bei Vollerwerbstätigkeit weniger als 1.000 Euro brutto verdienen, haben ein doppelt so hohes Armutsrisiko wie die gesamte Gruppe der Erwerbstätigen", verweist Bures auf den aktuellen Armutsbericht. Das zeige die Bedeutung des Mindestlohns im Kampf gegen Armut. "Ich gehe davon aus, dass auch die Ärztekammer in Kürze keinen Beschäftigten ihrer Branche mehr diesem erhöhten Armutsrisiko aussetzen wird. Alles andere würde niemand verstehen", so Bures abschließend.

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