Cortolezis-Schlager: Kritikpunkte der EU-Bildungsstudie treffen Wien

Stärkung der Schulautonomie, Einführung von Bildungsstandards und sprachliche Frühförderung

Wien, 3. Oktober 2007 (ÖVP-PD) „Die Kritikpunkte der heute veröffentlichten EU-Bildungsstudie treffen Wien“, stellt die ÖVP-Bildungsexpertin Katharina Cortolezis-Schlager fest. Kritisiert
wird unter anderem, dass Kinder mit Migrationshintergrund
schlechter abschneiden, als Kinder mit deutscher Muttersprache. Die Studie bestätigt auch, dass dieses Faktum hauptsächlich daran liegt, dass der Ausländeranteil in den Schulklassen zu hoch ist. „Darauf haben wir immer hingewiesen. In Wien gibt es Klassen, wo es kein einziges Kind mit deutscher Muttersprache mehr gibt, in den Volksschulen liegt der Schnitt schon über 45 Prozent“, attestiert Cortolezis-Schlager der Wiener SPÖ-Schulpolitik „ein echtes Problem“. ****

„Die Bundesregierung hat auf Initiative der ÖVP durch verpflichtende Sprachförderung im Kindergarten für jene, die es brauchen, bereits den richtigen Schritt gesetzt“, so die Bildungsexpertin. „Gefordert ist aber vor allem auch die Wiener SPÖ, die diese Situation mit ihrer völlig verfehlten Integrationspolitik verursacht hat“, sagt Cortolezis-Schlager. Aus der EU-Studie eine Präferenz für die Gesamtschule herzuleiten, sei unzulässig, verweist Cortolezis-Schlager auf die OECD-Studie „Attracting, Developing and Retaining Effective Teachers“, die deutlich feststellt: „Gerade in multikulturellen Gesellschaften sind Einheitsschulsysteme nicht zielführend, da sie die Vielfalt an Bedürfnissen nicht abdecken. Finnland wird – sollte es je in die Situation wie Österreich kommen – hier ebenfalls ein neues System überdenken müssen.“

Cortolezis-Schlager ist aber vor allem erfreut über das gute Abschneiden Österreichs bei den EU-Bildungszielen: Mehr als 85 Prozent haben einen Lehrabschluss oder Matura, die Zahl der Schulabbrecher liegt unter 10 Prozent und 12,5 Prozent der Erwachsenen beteiligen sich an Fortbildungsmaßnahmen. „Auf die Herausforderungen, die es noch zu lösen gibt, reagiert die ÖVP mit einem ambitionierten Bildungskonzept, welches unter anderem die Stärkung der Schulautonomie, die Einführung von Bildungsstandards und deren externe Evaluierung sowie Lebensbegleitendes Lernen und die sprachliche Frühförderungen vorsieht“, schließt Cortolezis-Schlager.

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