Zwazl begrüßt deutliche Verbesserungen beim Kinderbetreuungsgeld

Jetzt noch mehr Wahlmöglichkeiten für Frauen und Familien - Unternehmerinnen: Koppelung der Zuverdienstgrenze an Betriebsentnahme noch offen

Wien (PWK736) - Anlässlich des Kompromisses der Ministerinnen Andrea Kdolsky (ÖVP) und Doris Bures (SPÖ) beim Kindergeld zeigt sich die Bundesvorsitzende der Frau in der Wirtschaft, Sonja Zwazl, erfreut: "Das Kindergeld neu stellt eine große Verbesserung dar! Dass die von den Sozialpartnern geforderte dritte Bezugsvariante von 20 + 4 Monaten jetzt durchgesetzt wurde, lässt sowohl für unselbständig Beschäftigte als auch für Unternehmerinnen mehr Freiheiten hinsichtlich des geplanten beruflichen Wiedereinstieges zu. Ein kürzerer Bezug des Kindergeldes kombiniert mit einem monatlich höheren Betrag ermöglicht ein rascheres Zurückkehren in den Beruf."

Dies sei insbesondere für Unternehmerinnen und Angestellte in höher qualifizieren Berufen von Bedeutung. "In einer leitenden Position ist es oftmals nicht möglich, nur wenige Stunden pro Woche zu arbeiten." In diesem Zusammenhang begrüßt Zwazl, die für die rund 100.000 selbständigen Frauen in Österreich spricht, auch die Anhebung der Zuverdienstgrenze auf 16.200 Euro. "Ich denke, dass wir mit den nun getroffenen Änderungen auf einem guten und richtigen Weg sind", so Zwazl, die zudem darauf hinwies, dass die Übergangsbestimmungen für den Geltungsbeginn der Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes (1.1.2008) für viele werdende Eltern bereits jetzt eine flexible Planung des KBG-Bezugs ermöglichen.

Zwazl bedauert jedoch dass beim Punkt Anknüpfung der Zuverdienstgrenze an den Gewinn keine Änderungen vorgenommen worden sind. "Wir fordern bei selbstständigen Erwerbstätigen eine Koppelung der Zuverdienstgrenze an die Betriebsentnahme und nicht an den Gewinn. Bezieht eine Unternehmerin Kindergeld und hat gleichzeitig einen Gewinn oberhalb der Zuverdienstgrenze so wird sie gezwungen ihre Arbeitszeit zu reduzieren, was oftmals eine Gefahr für den Betrieb mit sich bringen kann." Und: Eine steuerliche Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten wird sich weiterhin im Forderungskatalog von "Frau in der Wirtschaft" finden: "Die Möglichkeit einer Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten sollte in einer kommenden Steuerreform Berücksichtigung finden" (us)

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