Marek: EU-Bildungsstudie bestätigt ÖVP-Initiative zu Kindergarten- Pflicht für Kinder mit Sprachdefiziten

Appell an Ministerin Schmied, Sprachförderkurse auch auf Hauptschulen auszuweiten

Wien, 3. Oktober 2007 (ÖVP-PD) Die heute von der EU-Kommission präsentierte Bildungsstudie bestätige einmal mehr die ÖVP-Initiative zu Kindergarten-Pflicht für Kinder mit Sprachdefiziten, erklärte heute ÖVP-Integrationsbeauftragte Staatssekretärin Christine Marek. "Sprache ist der Schlüssel zur Integration", so Marek weiter. Als "logische und faire Fortsetzung" brauche es deshalb auch ein Gratis-Kindergartenjahr für alle Kinder ab vier Jahre, so Marek, die damit einen Vorschlag der ÖVP-Perspektivengruppe aufgreift. "Chancengleichheit ist das oberste Prinzip für eine funktionierende Integration." Ein Gratis-Kindergartenjahr würde gerade für Kinder mit Migrationshintergrund einen wesentlichen Fortschritt auf dem Weg zu mehr
Chancengleichheit bedeuten. ****

Auch im Schulbereich plädiert die Staatssekretärin für eine Weiterentwicklung. Das Senken der Klassenschülerhöchstzahl sei dabei ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Allerdings müsse man auch über mögliche Quoten nachdenken. Tatsächlich gebe es in manchen Wiener Bezirken Schulklassen, in denen mehr als 80 Prozent der Kinder nicht ausreichend Deutsch sprechen. Hier könne ohne zusätzliche Maßnahmen keine erfolgreiche Integration stattfinden. In solchen Klassen sei es auch notwendig, dass diese von entsprechenden Pädagogen zusätzlich betreut werden.

Einmal mehr betonte die Staatssekretärin, dass ein umfassender Integrationsplan, der alle Lebensbereiche, insbesondere Schule, Bildung, Sprache, Arbeitsmarkt sowie vor allem den Wohnbereich umfasse, das Gebot der Stunde sei. Mit einer entsprechenden Wohnpolitik könne schließlich auch verhindert werden, dass der Anteil von Kindern in Schulklassen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, niedrig gehalten werden könne. Abschließend appelliert Marek auch an die zuständige Bildungsministerin, weitergehende Maßnahmen, die bereits im Regierungsprogramm verankert sind, umzusetzen. "Die Sprachförderkurse, die es an den Volksschulen bereits gibt, sollen evaluiert und auch auf die Hauptschulen ausgeweitet werden."

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