Schmied zu AHS- Lehrerprotest: "Hier wird mit Panikmache agiert."

Unterrichtsministerin wehrt sich gegen die Angriffe der Pädagogen, die geplante "Neue Mittelschule" würde Dienstposten kosten.

Wien (OTS) - Ungewohnt scharf reagiert Unterrichtsministerin
Claudia Schmied im NEWS- Interview auf die Proteste der AHS-Lehrer-Gewerkschafter gegen die geplanten Modellregionen für die Neue Mittelschule: Es sei ihr "unverständlich, wenn hier mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten argumentiert wird." Sie sei "verärgert und enttäuscht über die unverantwortliche Vorgangsweise eines Teils der AHS-Lehrer, in der mit Panikmache agiert wird. Das ist standespolitisch motiviert", sagt Schmied. Bei ihren Besuchen an Schulen erlebe sie eine "ganz andere Lehrerschaft". Schmied beteuert, Eltern und LehrerInnen beim neuen Schulmodell einzubinden. Arbeiten sollen dort nur jene Lehrkräfte, "die das aus Leidenschaft und Begeisterung für das Projekt machen. Dort sollen die Besten und die Motiviertesten arbeiten, niemand wird dazu verpflichtet. Davon hängt auch der Erfolg des Projekts ab."

Unterstützung findet die Ministerin dabei beim niederösterreichischen Landesschulratspräsidenten Hermann Helm, früher selbst Lehrergewerkschafter und zuletzt Generalsekretär von Ministerin Elisabeth Gehrer: Er will die sechsjährige Volksschule erproben, um die "zu frühe" Schulwegsentscheidung zwei Jahre hinauszuschieben. Deshalb verstehe er, sagt er zu NEWS, die "reflexartige Nein-Haltung einiger Standesvertreter" nicht: "Die Angstmache, dass AHS- Dienstposten verloren gehen, ist unseriös. Gewerkschaftspolitik kann sich nicht immer nur im Aushandeln von Zulagen erschöpfen, man muss schon an die Kinder denken."

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