Schenz: Mongolei, kleiner Markt mit Potenzial für österreichische Unternehmen

Handelsvolumen seit dem Jahr 2000 vervierfacht - österreichischen Firma BGS Smartcard Systems liefert und errichtet Zahlungssystem

Wien (PWK735) - Anlässlich des Staatsbesuchs des mongolischen Premierministers Miyegombo Enkhbold in Wien veranstaltete die Außenwirtschaft Österreich (AWO) heute, Mittwoch, ein AWO-Länderforum-Mongolei um die wirtschaftlichen Kooperationsmöglichkeiten zwischen österreichischen Unternehmen und mongolischen Partnern aufzuzeigen. Premier Enkhbold wurde zum Länderforum von einer hochrangigen mongolischen Delegation, u.a. mit dem Minister für Umwelt und Naturschutz, dem Vize Außenminister, dem Vize Finanzminister sowie dem mongolischen Botschafter in Österreich Luvsandagva Enkhtaivan begleitet.

WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass sich das Handelsvolumen zwischen Österreich und der Mongolei zwar noch auf ein relativ niedriges Niveau bewege, aber ordentliche Zuwächse zu verzeichnen habe. Schenz: "Der Warenaustausch zwischen unseren beiden Volkswirtschaften hat sich seit dem Jahr 2000 vervierfacht und alleine im vergangenen Jahr machte der Zuwachs bei den österreichischen Exporten 52,3% und die Importsteigerung 45,1% aus." Das Handelsvolumen belief sich insgesamt auf 4,3 Mio. Euro. Hauptexportartikel sind Straßenbaumaschinen, Medikamente, Käse und Getränke, importiert werden in erster Linie Kaschmirtextilien und Wolle.

Derzeit bestehen fünf Joint Ventures österreichischer Firmen in der Mongolei, die auf dem Gebiet Kaschmirtextilien, Dichtungsringe für Lokomotiven, Fleischverarbeitungsmaschinen und Kunststoffprodukte tätig sind. Weiters wickelt das Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI mit der mongolischen Handelskammer MNCCI als Partner ein EU-Projekt zur Schulung von Mitarbeitern und Funktionären im Bereich Außenhandel ab, "und ein WKÖ-Experte hat eine Bestandsaufnahme der beruflichen Ausbildung in der Mongolei erstellt, wonach das österreichische System der dualen Ausbildung sich als Entwicklungsmuster anbieten würde" so Schenz. Im Rahmen des AWO-Forums wurde heute ein Vertrag zwischen der österreichischen Firma BGS Smartcard Systems und der Savingsbank of Mongolia über die Lieferung und Einrichtung eines Zahlungssystems unterzeichnet.

Schenz: "Die Mongolei hat in den letzten Jahren wichtige Reformvorhaben durchgeführt und verzeichnet beachtliche Wachstumszahlen. Wir können daher davon ausgehen, dass es auf beiden Seiten eine Reihe von Gelegenheiten gibt, neue gemeinsame Projekte zu realisieren. Ich bin überzeugt, dass das Potential für eine engere Zusammenarbeit bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist." Konkret geht Schenz davon aus, dass sich künftig Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Kraftwerksausbau, Müllverbrennungs- und Wasseraufbereitungsanlagen ergeben werden. Premier Enkhbold betonte abschließend, dass "derartige Veranstaltungen als positiver Impulsgeber für den Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen dienen können." (BS)

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