Europas Film im Rampenlicht

Lux-Filmpreis des Europaparlaments

Wien (OTS) - Auch 80 Jahre nach der Kino-Premiere des Films "Der Jazzsänger" in New York, dem ersten abendfüllenden Tonfilm, hat die Siebte Kunst wenig von ihrer Faszination verloren. Doch der Ton schafft in Europa auch Barrieren. Sie zu überwinden, dazu will der "Lux"-Filmpreis des Europäischen Parlaments beitragen, der am 24. Oktober zum ersten Mal vergeben wird. Rund 800 europäische Filme standen zur Auswahl, drei sind noch im Rennen. In den nächsten Wochen fällen die Europa-Abgeordneten ihr Urteil.

Aus europäischen Filmen, die zwischen Mai 2006 und Mai 2007 Premiere hatten, wählte eine internationale Filmfach-Jury zunächst zehn Filme aus, die einen Bezug zu den Themen Europäische Werte, kulturelle Vielfalt Europas oder Einigung Europas haben. Die österreichische Vertreterin in der 17-köpfigen Jury war Mercedes Echerer, die Direktorin des Filmfestivals EU-XXL.

Die gleiche Jury schickte nun drei verbleibende Filme ins Rennen, unter denen die Europa-Abgeordneten in den nächsten Wochen den Siegertitel küren werden.

Die drei Finalisten sind:
* "Auf der anderen Seite" des Deutsch-Türken Fatih Akin
* "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" von Cristian Mungiu (Rumänien)
* "Belle Toujours", Manoel de Olivira (Portugal/Frankreich).

Alle drei Filme werden bis zum 18. Oktober mehrfach in einem improvisierten Kino im Europäischen Parlament in Brüssel gezeigt. Abgeordnete, die alle drei Filme gesehen haben, sind berechtigt bis zum 18. Oktober um Mitternacht ihre Stimme abzugeben.

Was bezweckt der Preis?

Der Lux-Filmpreis soll zur Diskussion und Reflektion über und zur künstlerischen Auseinandersetzung mit der europäischen Einigung anregen. Außerdem will er dazu beitragen, die Fragmentierung des europäischen Films abzubauen.

Die sprachliche Vielfalt ist sowohl Stärke als auch Handicap des europäischen Kinos - der mit dem Preis ausgezeichnete Film soll daher in Kinoqualität in 23 Masterkopien mit Untertiteln in allen EU-Sprachen verfügbar gemacht werden.

Die EU werde oft als technokratisches Projekt gesehen, doch Europa sei auch ein "kulturelles Projekt", so Gérard Onesta, Vizepräsident des Europäischen Parlament, der sich für die Schaffung des Preises stark gemacht hatte.

Der Name des Preises bedeutet "Licht" im Lateinischen und ist für den Franzosen Onesta auch eine Anspielung auf die Gebrüder Lumière (französisch für Licht), quasi die Erfinder des Kinos, da sie ab 1895 mit ihrem Cinématographen, einer Kombination aus Filmkamera und Projektor, erstmals Filme einem größerem Publikum zugänglich machten.

Die Statuette des Preises bildet ein aus Filmzelluloid geformter Turm zu Babel. Sie wird am 24. Oktober in Straßburg an den Sieger überreicht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/037-10912-274-10-40-906-20070927STO10896-2007-01-10-2007/default_de.htm

Rückfragen & Kontakt:

Informationsbüro des Europäischen Parlaments
für Österreich
Georg Pfeifer
Presse-Attaché
Tel.: (++43-1) 516 17/206
georg.pfeifer@europarl.europa.eu
http://www.europarl.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IEP0001