Leitl: Nur bessere Kommunikation in den Mitgliedstaaten senkt EU-Skepsis der Bürger

Die WKÖ tritt für die Schaffung einer überparteilichen, sozialpartnerschaftlich getragenen effizienten Plattform für einen besseren Dialog zwischen EU und Bevölkerung ein

Wien (PWK732) - "Die Europäische Union muss mehr auf ihre Bürger zugehen und sie gezielt ansprechen. Nur so kann die Kluft zwischen Brüssel und den Menschen in den Mitgliedstaaten endlich überwunden werden", forderte Christoph Leitl als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und in seinen europäischen Funktionen anlässlich der Präsentation des neuen Kommunikations-Planes der EU-Kommission.

Um der Mythenbildung effektiv entgegenzutreten, hat die WKÖ in ihrem Top-Thema "Mythen und Legenden rund um die EU - und was wirklich dahinter steckt" versucht, die herumgeisternden Gruselgeschichten rund um die EU zu entmystifizieren. Ob Dekolletéverbot für Kellnerinnen in Schanigärten oder das Ausradieren von Marmelade aus dem österreichischen Sprachgebrauch: Die Liste der Absurditäten, für die - auch das ist ein gängiges Vorurteil - der Bürokratiemoloch Brüssel verantwortlich gemacht wird, ließe sich lange fortführen.
Unter
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=342395&DstID=55
8 kann das Top-Thema online abgerufen werden.

"Die EU-Skepsis der Menschen wird umso geringer, umso besser sie über die Europäische Union Bescheid wissen. Was man nicht kennt, macht Angst", betonte Leitl. Der Vorschlag der Kommission sieht eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den europäischen Institutionen und mehr Einsatz der nationalen Regierungen bei der Aufklärung über die Union vor. Leitl begrüßt den Plan, vor allem die Kommunikation auf der lokalen Ebene auszuweiten: "Den Bürgern muss deutlich gemacht werden, welche konkreten Vorteile ihnen die EU bringt. Dies muss direkt in den Mitgliedstaaten kommuniziert werden."

Das Papier der Kommission schlägt die Entwicklung eines "Europäischen Öffentlichen Raumes" in den EU-Vertretungen auf nationaler Ebene vor. Gemeinsame Kommunikationspläne von Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten sollen eine auf jedes Land spezifisch zugeschnittene Kommunikationsstrategie ermöglichen. Die WKÖ tritt in Österreich für die Schaffung einer kompetenten, effizienten und von den Sozialpartnern getragenen überparteilichen Plattform ein, die die Informations- und Kommunikationstätigkeit sowie den Dialog zwischen EU und Bevölkerung fördert.

"Es führt zu nichts, wenn sich die Kommission und die Mitgliedstaaten weiterhin gegenseitig die Schuld an der mangelnden Kommunikation der EU-Politiken zuschieben", so der WKÖ-Präsident abschließend. "Wenn nicht rasch gemeinsam gehandelt wird, bekommen die Politiker spätestens bei den Wahlen zum EU-Parlament 2009 die Rechnung in Form einer noch geringeren Wahlbeteiligung präsentiert." (FA)

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Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594

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