Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Schulsport schafft Basis für den Spitzensport

Lopatka: Kindergärten und Schulen für Sportvereine öffnen, Trainer- und Lehrerausbildung professionalisieren und ORGs für Spitzensport vernetzen

Vösendorf (OTS) - "Der Schulsport und die verstärkte Förderung der Grundsportarten Turnen, Leichathletik oder Schwimmen sind die Basis gerade auch für einen erfolgreichen österreichischen Leistungssport", betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im Rahmen der Pressekonferenz zur Gala "Nacht des Sports" der Österreichischen Lottereien gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe. Er, Lopatka, begrüße daher die gestrigen Aussagen von Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer zur verstärkten Förderung für Kooperationen von Sportvereinen und Schulen. "Wir brauchen mehr Platz und Zeit für Sport und Bewegung an unseren Schulen" Gerade im Zusammenhang mit dem Ausbau der ganztägigen Schulformen müssten die Schulen für das professionelle Bewegungs- und Sportangebot der Vereine geöffnet werden.

Eine Professionalisierung müsse aber auf beiden Seiten stattfinden, sagte der Sportstaatssekretär. "Sowohl die Ausbildung der Vereinstrainer, als auch jene der Lehrerinnen und Lehrer bedarf einer Aufwertung, um unseren Kindern die Bewegungswelt frühest möglich schmackhaft zu machen. Wir müssen das Körpergefühl unserer Kinder wieder verstärkt ansprechen." Gerade über den Kindergarten- und Schulbereich erschließe sich die Brücke vom Gesundheitssport hin zum Breiten- und Spitzensport, so Lopatka. "Wir haben dafür auf meine Initiative hin die Mittel des Schul-Sports für 2008 von 1,8 auf 3,6 Millionen verdoppelt.

Dieser Kampf für mehr Bewegung und Sport an den Schulen müsse gewonnen werden, "denn eine breite Basis ist Grundvoraussetzung für die Talente-Entwicklung und -suche für den Leistungssport. Außerdem sind Bewegung und Sport wichtige Präventionsmaßnahmen gerade für den Gesundheitsbereich." Fast jedes fünfte Kind in Österreich sei heute zu dick, die Hälfte davon fettleibig. "Daher müssen wir den Kampf gegen Übergewicht bereits im Kindergarten- und Schulbereich aufnehmen. Dafür brauchen wir eine Änderung in der Ausbildung der Kindergärtnerinnen und Fachlehrer für Sport und Bewegung in den Volksschulen." Sein großes Ziel sei es, so Lopatka weiter, "dass Sportvereine nicht länger als schulfremd gesehen werden, sondern als Partner".

Ein zweiter Schwerpunkt des Staatssekretariats für Sport, der bei den Schulen angesiedelt ist, aber auf die Spitzensportförderung abzielt, seien die Sport-Oberstufen-Realgymnasien. "Viele erfolgreiche Sportler kommen aus unseren ORGs, sie sind die Keimzellen für den österreichischen Spitzensport. Daher muss auch hier mehr investiert werden." Wie bereits bei der Landessportreferentenkonferenz besprochen, werde in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bundesländern eine Vernetzung der bestehenden ORGs mit den Spitzensport-Einrichtungen des Bundes - ÖOC, Sporthilfe, Top Sport Austria, BSO - entwickelt, "um die Synergien zu stärken sowie die Qualifizierung durch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen zu optimieren. Das ist Grundvoraussetzung für eine Optimierung der Talenteförderung." Dafür brauche es einen eigenen "Bundeskoordinator". Die Finanzierung solle ebenfalls über die Initiative "Schule und Sport" erfolgen, so Lopatka abschließend.

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