Handel: Sozialpartner-Einigung zu Arbeitsbedingungen an Sonntagen während der EURO 2008

Befristeter Kollektivvertrag regelt Arbeitsbedingungen für Arbeitseinsätze an Sonntagen während der Fußball-EM - Ball liegt jetzt bei den Ländern

Wien (PWK730) - Nach langen, zähen und schwierigen Verhandlungen haben sich die Sozialpartner im Handel, die Bundessparte Handel der WKÖ und der Wirtschaftsbereich Handel in der GPA, geeinigt: Ein befristeter Kollektivvertrag regelt die Arbeitsbedingungen für Arbeitseinsätze an Sonntagen während der Fussball-Europameisterschaft 2008. "Damit liegt der Ball nun bei den Bundesländern", so die Sozialpartnervertreter.

"Wir haben eine vertretbare Regelung der Arbeitsbedingungen für ein einmaliges Ereignis erreichen können, welche die besonderen Bedürfnisse der freiwillig arbeitenden Menschen berücksichtigt", erklärt dazu der Verhandlungsleiter der Arbeitnehmerseite, Felix Hinterwirth.

Die Regelung zur Fußball-EM, die die Möglichkeit der Ladenöffnung an den Sonntagen zwischen 12 und 18 Uhr vorsieht, lehnt sich nicht nur damit an bereits existierende Sonder-Kollektivverträge an.

Abgegolten wird die Arbeitsleistung an Sonntagen auch während der Fußball-EM als Überstundenleistung generell mit 100 Prozent Zuschlag.

Grundsätzlich ist die Arbeitsleistung an den Sonntagen freiwillig; Arbeitnehmer haben das Recht zur Entschlagung. Damit in Zusammenhang wurde ein Benachteiligungsverbot vereinbart.

Auch beim Sonder-KV zur EURO 08 gilt die so genannte "Schwarz-weiß-Regelung", d.h., die freiwilligen Einsätze werden auf jeden zweiten Sonntag begrenzt.

Zu den anlassbezogenen Sondervereinbarungen gehört, dass die Arbeitgeber in ganz bestimmten Fällen auch Sorge für die Heimfahrtsmöglichkeit der Beschäftigten tragen sowie - unpräjudiziell - auch eine Abgeltung der anlassbezogenen Zusatzkosten für die Kinderbetreuung.

"Für diese Einigung mussten beide Seiten über ihren Schatten springen: Die Gewerkschaft bei der Zustimmung zur einmaligen Sonntagsarbeit, die Arbeitgeber beim Zugeständnis bezüglich Kinderbetreuungskosten", hät Alois Wichtl, Chefverhandler auf Arbeitgeberseite, abschließend fest. (JR)

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