IV zur Reform des Kinderbetreuungsgeldes: Deutlich mehr Wahlmöglichkeit für Frauen und Familien

IV-GS Beyrer: Sinnvolles Paket - Den Vorschlägen der Industrie weitgehend gefolgt - An weiteren Schritten für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf arbeiten

Wien (OTS) - (PdI) Die erzielte Einigung über die Reform des Kinderbetreuungsgelds wird von der Industriellenvereinigung (IV) positiv aufgenommen. "Die Reform geht absolut in die richtige Richtung. Sie ist ein Erfolg für das Familienressort, die Regierung und die Organisationen, die sich seit einem Jahr für Veränderungen einsetzen" so IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer. "Die Kinderbetreuungsgeld-Reform ist gemeinsam mit der geplanten Schaffung neuer Kinderbetreuungsplätze ein sinnvolles Paket, das deutlich mehr Wahlmöglichkeit für Frauen und Familien schafft. Die Regierung ist hier auf dem richtigen Weg."

Als besonders positiv sieht die IV drei Punkte:
- Die Flexibilisierung bei der Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgelds wird die Wahlmöglichkeit der Eltern deutlich verbessern und eine frühere Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen. Gerade die neue Bezugsvariante (20 Monate plus 4 bei Teilung mit dem zweiten Elternteil) macht Sinn. Beyrer: "Dieses Modell ist sachlich gut begründet."
- Die Anhebung der Zuverdienstgrenze auf 16.200 Euro ist aus Sicht der IV ein kleiner Schritt dahin, auch höher qualifizierten Personen mit kleineren Kindern eine vom zeitlichen Ausmaß her sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen.
- Die Übergangsbestimmungen für den Geltungsbeginn der Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes (1.1.2008) würden für viele werdende Eltern bereits jetzt eine flexible Planung des KBG-Bezugs ermöglichen, was wiederum Arbeitgebern und Arbeitnehmern zugute kommt.

Trotz dieser positiven Einschätzung der jüngsten familienpolitischen Maßnahmen arbeitet die Industriellenvereinigung gemeinsam mit den Sozialpartnern und den politisch Verantwortlichen weiter an Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vor allem bei der Zuverdienstgrenze brauche es "noch mehr Phantasie":
Es müsse für höher qualifizierte und besser verdienende Frauen die Möglichkeit geben, wenigstens halbtags zu arbeiten, das brauchen auch die Unternehmen. Dafür ist die derzeitige Zuverdienstgrenze zu unflexibel. "Für jetzt gilt: Alle Reformpunkte sind wünschenswert und plaubsibel" bilanziert der IV-Generalsekretär, "aber für eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist noch einiges zu tun."

Entscheidend in diesem Zusammenhang sei, dass auch die Teilzeit endlich als wertvolles Tool für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf anerkannt werde. Eine hohe Teilzeitquote sei ein Zeichen für einen gut funktionierenden und erfolgreichen Arbeitsmarkt, so Beyrer. Dies zeigen vor allem auch Länder wie Dänemark, Niederlande und Schweden, die im Themenbereich "Vereinbarkeit Familie - Beruf" vorbildlich seien und eine noch höhere Teilzeitquote als Österreich haben.

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