Dr. Sepp Rieder wurde Ehrenbürger der Stadt Wien

Wien (OTS) - Landeshauptmannstellvertreter a. D. und Vizebürgermeister a. D. Dr. Sepp Rieder wurde am Dienstag Abend zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt. Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Wiener Rathaus würdigte Bürgermeister Dr. Michael Häupl Rieders unermüdlichen Einsatz für seine Heimatstadt Wien.****

Dr. Sepp Rieder wurde 1939 in Wien geboren. Das Studium der Rechtswissenschaften schloss er 1961 mit der Promotion zum Dr. juris ab. Ab 1965 war er als Bezirksrichter tätig und wurde dem Justizministerium zugeteilt und war dort zuletzt Leiter der Abteilungen für Straflegislative und für Öffentlichkeitsarbeit. Rieder war ein enger Mitarbeiter des damaligen Justizministers Dr. Christian Broda und maßgeblich an der großen Strafrechtsreform beteiligt, in deren Rahmen er an wesentlichen Verbesserungen sowohl in der Entwicklung des Strafrechts als auch im Strafvollzug selbst mitgearbeitet hat.

Ab 1983 war Dr. Rieder Abgeordneter zum Nationalrat und Justizsprecher der SPÖ. Seit Februar 1988 war er auch Landesparteisekretär der Wiener SPÖ.

Rieder war Lehrbeauftragter für Medienrecht und Berufsrecht der Journalisten am Publizistikinstitut der Universität Salzburg und veröffentlichte eine Reihe von Fachbüchern zum Strafrecht, Strafprozessrecht und Medienrecht.

Am 15. Dezember 1989 wurde Dr. Rieder vom Wiener Gemeinderat zum Amtsführenden Stadtrat für Gesundheits- und Spitalswesen gewählt, vom 7. November 1994 bis 29. November 1996 bekleidete er zusätzlich das Amt des Wiener Vizebürgermeisters. In seiner Amtszeit wurden wesentliche Voraussetzungen für die geordnete Weiterentwicklung des Wiener Gesundheits- und Spitalswesens, dem budgetär und personell größten Bereich der Bundeshauptstadt, geschaffen.

In den Jahren seiner Amtsführung wurde die Wiener Spitalsreform mit dem Gesundheits- und Krankenanstaltenplan 1990 und der Einrichtung des Verbundes der Wiener städtischen Krankenanstalten und Pflegeheime abgeschlossen. Hand in Hand damit ging eine beachtliche Verbesserung der Personalsituation, vor allem im Pflegebereich. Ebenfalls auf Initiative von Dr. Rieder wurde in Wien die erste weisungsfreie und unabhängige Patientenanwaltschaft Österreichs geschaffen, die Vorbild für ähnliche Einrichtungen in ganz Europa wurde. Weiters erhielt die österreichische Bundeshauptstadt unter der Ägide von Rieder im Jahr 1998 als eine der ersten Städte weltweit ein eigenes Frauengesundheitsprogramm, das konsequent und umfassend umgesetzt wird.

Am 14. Dezember 2000 übernahm Dr. Sepp Rieder das Amt des Stadtrates für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke. Am 27. April 2001 wurde Dr. Rieder vom Wiener Gemeinderat erneut zum Vizebürgermeister der Stadt Wien gewählt.

Neben seiner Funktion als amtsführender Stadtrat und Vizebürgermeister ist Dr. Sepp Rieder seit dem Frühjahr 1993 zweiter, und seit November 1999 erster Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft. Vom 22. September 1990 bis 8. Juni 2002 war Rieder Präsident des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA). Er ist verheiratet und Vater von zwei bereits erwachsenen Kindern.

Dr. Rieder ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich, des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien, der Großen Viktor Adler-Plakette, des Großoffizierskreuzes des S.M.R.O. (Souveräner Malteser Ritter Orden) "Pro Merito Meltensi", des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs sowie der päpstlichen Auszeichnung "Komturkreuz des Gregoriusorden".

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