Lernen ohne Grenzen: 9.000 Personen aus Österreich in Europa mobil

EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen: Antragsrunde 2007

Wien (OTS) - Österreich blickt auf eine höchst erfolgreiche Antragsrunde 2007 zurück. "Das Interesse war extrem groß, es wurden über 1.000 Anträge gestellt. Österreichische Bildungseinrichtungen haben sich somit überproportional am neuen EU-Bildungsprogramm beteiligt, " freut sich der Leiter der Nationalagentur Lebenslanges Lernen, Ernst Gesslbauer. Das EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen schafft somit für 9.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Studierende, Lehrende, Personen im Erwachsenenbildungsbereich sowie Personen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung die einzigartige Möglichkeit, das Bildungssystem eines anderen europäischen Landes vor Ort aus erster Hand kennen zu lernen.

Am 2. Oktober veröffentlichte die Europäische Kommission den neuen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte und Mobilitätsmaßnahmen. "Alle EU-Bürgerinnen und Bürger können nun wieder die Chance nutzen, geförderte Lernangebote auf hohem Niveau in ganz Europa wahrzunehmen, " so Gesslbauer.

2008-2010 - die Prioritäten der Europäischen Kommission im Bildungssektor

"Ein leichterer Zugang zur Bildung für alle Personengruppen soll gewährleisten, dass auch sozial Schwache, Migranten und Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit haben, an europaweiten Aktionen teilzunehmen", erläutert Gesslbauer. Die Stärkung der Rolle der Hochschulen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und die Erleichterung des Zugangs zu Wissen für alle ist für die Europäische Kommission ebenfalls ein vorrangiges Ziel. Auch weitere Qualitätssteigerung bei Einzelmobilitäten wird angestrebt, wie beispielsweise eine verstärkte sprachliche Vorbereitung von ERASMUS-Studierenden vor dem Auslandsaufenthalt.

Erstmals hat die Kommission die Thematik Energie und Klimawandel in ihren Bildungsprioritäten aufgenommen. In dieser Antragsrunde werden verstärkt Aktionen unterstützt, die sich mit nachhaltiger Entwicklung auseinander setzen.

Über 9.000 Personen mobil

Insgesamt werden 2007/2008 mit COMENIUS, ERASMUS, LEONARDO DA VINCI und GRUNDTVIG mehr als 9.000 Österreicherinnen und Österreicher im Rahmen des EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen an einem geförderten Auslandsaufenthalt im EU-Raum teilnehmen.

Das heißt, dass mehr als 1.400 im Schulbereich einen finanzierten Auslandsaufenthalt in Anspruch nehmen können. Rund 480 Personen werden mit GRUNDTVIG im Erwachsenenbildungsbereich und rund 1.680 Personen über LEONARDO DA VINCI mobil werden.

Zusätzlich werden im Zuge des europäischen Auswahlverfahrens von 441 beantragten Projekten rund 270 COMENIUS und GRUNDTVIG Partnerschaften mit österreichischer Beteiligung genehmigt.

ERASMUS fördert mehr als 6.000 Auslandsaufenthalte

Im Hochschulprogramm ERASMUS werden im Studienjahr 2007/2008 voraussichtlich über 5.300 Studienaufenthalte und Studierendenpraktika an anderen europäischen Hochschuleinrichtungen durchgeführt. 880 Lehrende von Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Akademien werden im Rahmen von Personalmobilitäten an einer anderen europäischen Hochschule lehren. Ferner werden zusätzliche 260 Mobilitäten im neu hinzugekommenen Bereich der Fortbildung (Staff Training) stattfinden.

Weiters wurden 27 ERASMUS-Intensivprogramme (IPs) österreichischer Hochschulen genehmigt, die - als Teil des gesamten Projekts -ebenfalls Mobilität von Personen beinhalten.

Zentrale Projekte

Auch bei den zentralen, in Brüssel eingereichten und bewilligten Projekten hat Österreich überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Unter österreichischer Koordination finden sich ein COMENIUS Netz, vier ERASMUS Multilaterale Projekte sowie sechs GRUNDTVIG Multilaterale Projekte. Auch in den Teilbereichen des Querschnittsprogramms ist Österreich vertreten. Österreichische Institutionen koordinieren ein Politikentwicklung und -analyse Projekt, ein Multilaterales Sprachprojekt sowie ein Multilaterales Projekt im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Dieses positive Gesamtergebnis ist unter anderem auf die aktive Öffentlichkeitsarbeit der Nationalagentur zurückzuführen. Neben einer bundesweiten Informationswoche im Jänner 2007 und der 15-Jahre-ERASMUS-Feier hat die Nationalagentur Österreich von allen beteiligten Ländern die größte Auftaktveranstaltung mit rund 700 teilnehmenden Personen organisiert.

Die nächste Informationsveranstaltung in den Bundesländern findet von 5. bis 9. November statt.

Budget

Rund 16 Millionen Euro stehen der Nationalagentur Lebenslanges Lernen im ersten Programmjahr (2007) aus EU-Mitteln zur Verfügung.

Die Einreichfristen

ERASMUS University Charta 30. November 2007 COMENIUS und GRUNDTVIG Einzelmobilitäten 31. Jänner 2008 LEONARDO DA VINCI Mobilitätsprojekte 08. Februar 2008 Partnerschaften (COMENIUS, LdV, GRUNDTVIG) 15. Februar 2008 Multilaterale Projekte und Netze 29. Februar 2008 Innovationstransferprojekte 14. März 2008

ERASMUS Mobilität 14. März 2008

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Austauschdienst
Nationalagentur Lebenslanges Lernen
Barbara Sutrich
Schreyvogelgasse 2, 1010 Wien
Tel.: 01 / 534 08-18
E-Mail: barbara.sutrich@oead.at
Web: www.lebenslanges-lernen.at

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