ÖAAB-Hoch zu Sozialpartnerpapier: Nicht nur für Lehrlinge auch für ältere Arbeitnehmer deutliche Verschlechterungen

Wien (OTS) - "Verwundert weil nicht nachvollziehbar", so reagierte der Wiener ÖAAB-Landesgeschäftsführer Alfred Hoch auf die gestern präsentierten Vorschläge der Sozialpartner zum Arbeitsmarkt 2010. Konkret ärgert Hoch die Wiedereinführung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für ältere Arbeitnehmer zwischen 56 und 60 Jahren.

"Dass dieser Passus in einem Papier steht, an dem die AK angeblich federführend mitgearbeitet hat verwundert vor dem Hintergrund, dass noch vor ein paar Monaten die Arbeiterkammer mit einem großen finanziellen Aufwand den Entfall der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für die betroffene Personengruppe gefeiert und in zahlreichen Broschüren mit dem Konterfei des Präsidenten in wahlkampfähnlicher Manier beworben hat", so Hoch. Die Wiedereinführung dieser Beiträge bringe zwar schnelles Geld - konkret 230 Millionen Euro jährlich -, schade aber dieser Arbeitnehmergruppe enorm, das es eindeutig einer Lohnnebenkostenerhöhung und damit einer Verschlechterung zur derzeitigen Situation sei.

"Es ist schwer verständlich, warum sich die AK-Spitze bei dieser Frage so sehr über den Tisch ziehen hat lassen, geht es doch in dabei auch um die Glaubwürdigkeit der AK als Interessenverstretung", so Hoch. Nach dem der ÖAAB innerhalb der AK bereits in den vergangenen Monaten mehrfach von den Verschlechterungen bei den Lehrlingen gewarnt hat, trifft es jetzt die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Fazit der ganzen Aktion: ein ausgeräumter und damit entwerteter Blum-Bonus, neue Belastungen für ältere Arbeitnehmer und das alles um den Preis einer raschen Einigung.

"Die AK-Spitze wird sich in den nächsten Wochen und Monaten vor Fragen des ÖAAB in den verschiedenen AK-Vorständen und AK-Generalversammlungen nicht drücken können, wenn es darum geht, die Positionierung der Interessenvertretung Arbeiterkammer in Bezug auf ältere Arbeitnehmer zu diskutieren", so Hoch abschließend.

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