• 02.10.2007, 12:42:21
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Kickl: Neue Lehrlingsförderung läuft in völlig falsche Richtung

Mehr Lehrstellen durch Senkung der allgemein bekannten Kosten statt bedrohliche Bürokratieflut für Unternehmen

Wien (OTS) - "Eine neue Lehrlingsförderung muss vor allem auf eine
Ausweitung des zahlenmäßigen Angebots der Lehrplätze abzielen. Das
hat im übrigen nichts mit einem Gießkannenprinzip zu tun", erklärte
heute FPÖ-Lehrlingssprecher NAbg. Herbert Kickl zu der Einigung der
Sozialpartner, wonach im Rahmen der Lehrlingsförderung das derzeitige
Modell des Blum-Bonus künftig durch einen Zukunftsfonds ersetzt
werden soll. Die reine Konzentration auf die Qualität der Ausbildung
löse nicht das Problem der nach wie vor fehlenden Lehrstellen. Noch
immer würden in Österreich alleine im September 2007 genau 6.923
Lehrstellensuchende auf 4.759 offene Lehrplätze kommen. Zusätzlich
würden in Österreich alleine im Herbst 2007 in etwa 6.000 Lehrstellen
fehlen.

Diese prekäre Situation könne man nur in den Griff bekommen, indem
man durch die Reduzierung der allgemein bekannten Kosten in diesem
Bereich auch mehr Lehrplätze schaffe. Dazu seien etwa, so Kickl
weiter, die Kosten für den Lehrling während der Berufsschulzeit nicht
vom Unternehmer, sondern von der öffentlichen Hand zu begleichen.
Dies könne auch dazu dienen, verstärkt das duale Ausbildungssystem in
Österreich zu unterstützen. Zusätzlich seien die polytechnischen
Schulen in ein echtes Berufsfindungsjahr umzubauen, damit die von der
Wirtschaft oft bemängelten Grundkenntnisse der Lehrstellensuchenden
entschieden verbessert würden.

Scharfe Kritik übte Kickl auch an dem geplanten Kriterienkatalog, um
die Schulungsqualitäten in den Betrieben zu messen. Die Einführung
einer zusätzlichen Ermittlungsbürokratie werde die Unternehmer in
eine noch größere Abhängigkeit von den Behörden treiben, anstatt
ihnen zusätzliche Anreize für die Lehrlingsausbildung zu bieten. Dies
müsse den Sozialpartnern bei solchen Vorschlägen bewusst sein. Gerade
bei Klein- und Mittelbetrieben seien aber alle Möglichkeiten einer
bürokratischen Entlastung zu nutzen, da diese auch im Hinblick auf
die Ausbildung von Mitarbeitern ohnehin finanziell stärker
benachteiligt seien. "Den vielen Lehrstellensuchenden muss endlich
eine Perspektive geboten werden. Es muss sich bei den Sozialpartnern
und auch bei der rot-schwarzen Regierung unter Kanzler Gusenbauer
endlich die Erkenntnis durchsetzen, dass jeder zusätzliche Lehrplatz
zur Bekämpfung der noch immer hohen Jugendarbeitslosigkeit dient",
schloss Kickl.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, mailto:karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

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